Stormarn
FUSSBALL

SSC Hagen wirft Reinfeld aus dem Pokalwettbewerb

Zweikampf zwischen Rico Pohlmann (l., SSC Hagen Ahrensburg) und Maximilian Grimm (SV Preußen Reinfeld)

Zweikampf zwischen Rico Pohlmann (l., SSC Hagen Ahrensburg) und Maximilian Grimm (SV Preußen Reinfeld)

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die Ahrensburger setzen sich im Viertelfinale erneut gegen einen Verbandsliga-Konkurrenten durch. Das Tor zum Finale ist weit geöffnet.

Ahrensburg. Jetzt ist der SSC Hagen Ahrensburg auch nicht mehr vom SV Preußen Reinfeld zu stoppen: Der Tabellenführer der Verbandsliga Süd-Ost hat durch ein 3:0 (0:0) das Viertelfinale im Kreispokalwettbewerb erreicht und gleichzeitig den achten Pflichtspielsieg in Folge gefeiert. Zum Saisonauftakt hatten die Reinfelder noch als bis heute einziges Team in dieser Saison gegen den SSC Hagen gewonnen – wurden nun aber Opfer ihrer eigenen Fehlpässe und der gegnerischen Effizienz.

Voraussichtlich am 1. Oktober treffen die Schlossstädter in der Runde der letzten Acht auf den zwei Ligen tiefer spielenden Kreisklassen-Club JuS Fischbek. „Das Reizvolle am Pokalwettbewerb ist ja, dass vermeintlich schwächere Clubs den Großen ein Bein stellen können“, warnte Michael Schmal vor der verhältnismäßig dankbaren Aufgabe nach den Siegen gegen Klassenkonkurrenten. Bereits im Sechzehntelfinale hatte seine Mannschaft mit dem SSV Pölitz (4:1) einen Verbandsligisten ausgeschaltet. Doch auch wenn der Ahrensburger Trainer so weit noch nicht denken mag, steht das Tor zum Endspiel nun weit offen. Im Halbfinale würden die Schlossstädter erneut als klarer Favorit auf Kreisligaclub VfL Oldesloe oder den SV Hammoor (B-Klasse) treffen. Erst im Finale ist für Stormarns aktuelle Nummer zwei ein Duell mit Kreis-Primus SV Eichede möglich. Wie man den Kreispokal gewinnt, weiß Schmal auch schon. Vor zwei Spielzeiten führte er den SSC zum Triumph – damals hatte der SVE als Regionalligaclub allerdings nicht teilgenommen.

Dennis Kubista trifft doppelt

Schmal war sich mit dem Reinfelder Trainer Ronny Tetzlaff einig, dass der Hagener Sieg verdient, wenn auch zu hoch ausgefallen war. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit leisteten sich die Gäste zu viele Fehler im Aufbauspiel und die Hausherren demonstrierten ihre neu entdeckte Effektivität. Dennis Kubista sorgte kurz nach dem Wiederanpfiff mit einem Schuss ins kurze Eck für die Führung (47. Minute). Jan Niklas Danger legte mit seinem schwächeren rechten Fuß nach (76.). Abermals Kubista (86.) verwertete ein feines Zuspiel von Marcel Schaudinn zum Endstand.

Kubista trifft in dieser Saison fast in jedem Spiel, belegt in der Verbandsliga mit neun Treffern den zweiten Platz der Torjägerliste. „Dennis hängt sich immer voll rein, gibt nie auf“, sagte Schmal. „Er hat immer das Vertrauen von mir und der Mannschaft genossen, jetzt ist sein Knoten geplatzt.“

Derzeit verzichten müssen die Ahrensburger, die am Sonnabend im Auswärtsspiel bei der SVG Pönitz die Tabellenführung verteidigen wollen, auf Angreifer Lars Weltin (Adduktorenzerrung) und den am Fuß verletzten Tom Gottlob. Der Innenverteidiger soll nächste Woche wieder ins Training einsteigen.

Reinfelds Trainer sieht die zweite Niederlage hintereinander gelassen

Reinfelds Trainer haderte zwar mit den Fehlern im Aufbauspiel und der wie schon beim 0:2 am vergangenen Sonntag gegen GW Siebenbäumen mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. „Aber sonst kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Tetzlaff, dessen Schützlinge einen famosen Saisonstart hinlegten. „Wir hätten unseren Lauf gern noch weiter mitgenommen, aber es war klar, dass wir irgendwann auch wieder Spiele verlieren“, nahm Tetzlaff das Pokalaus gelassen. Gegen die Top vier der Verbandsliga Süd-Ost hat der Aufsteiger schon gespielt, dabei mit zwei Siegen und zwei Unentschieden für Aufsehen gesorgt. Als richtungsweisend aber betrachtet Tetzlaff die Spiele gegen die schwächeren Clubs. Es warten nun nacheinander der Breitenfelder SV (18. Tabellenplatz), Bargfelder SV (17.), Phönix Lübeck (13.), TSV Schlutup (16.) und SSV Pölitz (15.). „In den nächsten Spielen wird sich zeigen, wo wir wirklich stehen“, so Tetzlaff. „Das sind für mich die schwierigen Spiele. Danach wissen wir, ob wir qualitativ und mental schon weit genug sind oder noch viel lernen müssen.“

Ein Reinfelder Quintett steht derzeit nicht zur Verfügung. Dennis Lie und Felix Dankert fehlen verletzungsbedingt noch ein bis zwei Wochen. Beruflich verhindert sind Jan Radde, Tassilo von Domarus sowie bis Jahresende Keeper Bastian Sprave – und auch der Chefcoach kann in Breitenfelde wohl nicht dabei sein, weilt voraussichtlich auf einer Messe in Nordrhein-Westfalen. Der spielende Co-Trainer Pascal Lorenz soll ihn vertreten.

SSC Hagen Ahrensburg: Westphal – Klamt, Rost, Fernandes, Schaare – Herklotz, Lantz (55. Stock) – K. Pohlmann (46. Danger), Schaudinn, Kubista – R. Pohlmann (75. Caliskan).SV Preußen Reinfeld: Simmich – Funke, Witten, Böckelmann, Grimm – Köpke (55. Kunert), Sauer, Brügmann, Heinze (62. Dahlmann) – Both, Aldermann (79. Wittig).