Stormarn
Hammoor

Punktabzug für zwei Stormarner Fußball-Teams

SV Hammoor und SV Rehhorst haben zu wenig Schiedsrichter – JuS Fischbek protestiert noch

Hammoor. Die Zahl der Fußball-Schiedsrichter in Stormarn ist wieder steigend. Für die kommende Saison haben die Vereine insgesamt 135 Unparteiische angemeldet. Hinzu 13 Anwärter, die noch keine 16 Jahre alt sind. Jörg Lembke, Vorsitzender des Kreisfußballverbands, sagte: „148 Schiedsrichter – das ist eine stolze Zahl. Es ist mit Sicherheit mindestens 15 Jahre her, dass so viele Unparteiische in Stormarn gemeldet waren.“

Als Grund für den deutlichen Anstieg sieht Lembke den vor vier Jahren eingeführten Paragraf 9 der Spielordnung. Dieser besagt, dass Vereine mit Geldstrafen und im Wiederholungsfall mit Punktabzügen für die höchstklassigste Mannschaft des Clubs belegt werden, wenn sie die geforderte Zahl an Schiedsrichtermeldungen nicht erfüllen. Diese Zahl orientiert sich daran, wie viele Mannschaften der jeweilige Verein gemeldet hat.

Geldstrafen für VfL Tremsbüttel und SSC Hagen Ahrensburg

„Die Umgestaltung der Spielordnung hat nun Wirkung gezeigt“, sagte Lembke. „Ich muss die Vereine wirklich loben.“ Hatten vor zwei Jahren noch elf und vor einem Jahr zehn Vereine einen Punktabzug hinnehmen müssen, sind es nun nur noch zwei Clubs – oder drei. JuS Fischbek hat Widerspruch gegen den Punktabzug eingelegt. Wird diesem nicht stattgegeben, startet das Frauenteam (Verbandsliga) mit sechs Minuspunkten.

Bei den Männern sind der SV Rehhorst (Kreisklasse D) und der SV Hammoor (Kreisklasse B) betroffen, bekommen sechs Punkte abgezogen. Für den SV Hammoor, der den Aufstieg als Ziel ausgerufen hat, ist das besonders bitter. Fußballobmann Andreas Schewski kritisierte den Verband: „Ähnlich wie schon andere Vereine wie letzte Saison der TSV Trittau fühlen wir uns benachteiligt. Mit fairem Sport hat das nichts zu tun.“ Schewski regte an, den Paragrafen zu streichen, wenn es in der Saison insgesamt ausreichend Schiedsrichter gebe. Der TSV Trittau hatte vor einem Jahr gefordert, es auch im Wiederholungsfall bei Geldstrafen für Vereine zu belassen.

Eine Geldstrafe sprach der Verband gegen den SSC Hagen Ahrensburg, VfL Tremsbüttel und FSG Südstormarn aus.