Stormarn
FUSSBALLTURNIER

Bargfelder SV rettet sich in den Endspieltag

Marcel Fischer (M., SG Union Grabau) gegen Manuel Schulz (r.) vom Bargfelder SV. Hinten links: Victor Janelt

Marcel Fischer (M., SG Union Grabau) gegen Manuel Schulz (r.) vom Bargfelder SV. Hinten links: Victor Janelt

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Die Gastgeber haben durch ein 3:1 gegen die SG Union/Grabau das Spiel um Platz fünf erreicht. Preußen Reinfeld verpasste das Finale.

Bargfeld-Stegen. Dass ein Schiedsrichter Applaus erhält, ist selten. Dass ein Schiedsrichter Applaus erhält, nur weil er vor dem Fußballspiel den Rasen betritt, passiert noch viel seltener. Beim 18. Raiffeisenbank-Cup des Bargfelder SV wurde diese Ehre am letzten Spieltag der Gruppe A Martin Schatkowski zuteil.

Für den Unparteiischen des SV Eichede war der Tag eigentlich schon beendet, als er nach der Partie zwischen den Gastgebern und der SG Union/Grabau schwer atmend zur Kabine ging. Doch der für die anschließende Partie des SV Preußen Reinfeld gegen TuRa Harksheide angesetzte Schiedsrichter erschien nicht – und so sprang kurzerhand Schatkowski ein und leitete sichtlich erschöpft, aber immerhin in frischem Oberteil, auch das zweite Spiel des Abends.

Dabei hatte Schatkowski in der ersten Partie bereits reichlich zu tun. Acht Gelbe Karten verteilte er – für ein Testspiel eine Menge. Die Lage beruhigte sich erst, nachdem die Bargfelder in der zweiten Halbzeit binnen weniger Minuten durch Tore von Victor Janelt (55. Minute), und Sebastian Haupt (56., 61.) aus einem 0:0 ein 3:0 machten und damit wenigstens noch das Spiel um Platz fünf am Sonnabend erreichten. Die SG Union/Grabau, die durch Daniel Prestin nur noch auf 1:3 verkürzte, darf am letzten Tag nicht mehr teilnehmen.

Kreisklasse-Team SG Union/Grabau überzeugt trotz dreier Niederlagen

Auch wenn der klassentiefste Club des Turniers schließlich punktlos den letzten Tabellenplatz belegte, hatte Karsten Drube nur Lob übrig für seine Mannschaft, die letzte Saison in der Kreisklasse A den Aufstieg in die Kreisliga nur ganz knapp verpasst hatte. „Das Turnier war gut geeignet, um den Frust über den Nicht-Aufstieg wegzuarbeiten“, sagte der Trainer. „Wir haben alle Spiele offen gestaltet, ich bin sehr zufrieden.“ Gegen Reinfeld hatte die Spielgemeinschaft ebenfalls nur 1:3 verloren und beim 2:3 gegen Harksheide den Gegner sogar an den Rand einer Niederlage gebracht. Auch über das Turnier an seiner alten Wirkungsstätte äußerte sich Drube positiv: „Ich fahre immer gern nach Bargfeld. Es ist ein nettes Turnier.“

Der Bargfelder Co-Trainer und Abteilungsleiter Torben Knuth zeigte sich erleichtert, nach den beiden Auftaktpleiten gegen Harksheide (1:2) und Reinfeld (0:7) zumindest das Minimalziel erreicht zu haben. Es gebe aber noch viel zu tun für den Aufsteiger vor dem Punktspielstart in der Verbandsliga Süd-Ost am 2. August beim SV Eichede II. „Wie die Mannschaft verschiebt und sich ohne Ball verhält, gefällt uns noch gar nicht“, sagte Knuth.

Reinfelds Coach Ronny Tetzlaff sucht weiterhin einen Co-Trainer

Preußen Reinfeld, Mitaufsteiger in die Verbandsliga, verpasste im Anschluss die Chance, wie im Vorjahr in das Finale einzuziehen. Durch ein 1:4 (1:3) gegen TuRa Harksheide (Landesliga Hamburg) gab der Titelverteidiger die Tabellenführung noch aus der Hand und muss sich Sonnabend mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Harksheides Deniz Türkoglu traf gleich dreimal, zudem war Patrick Walkovs erfolgreich. Für die Preußen erzielte der aus der A-Jugend aufgerückte Simon Kunert (33.) das zwischenzeitliche 1:2.

„Es war kein guter Auftritt von uns“, sagte Trainer Ronny Tetzlaff. „Drei, vier Spieler waren nicht auf der Höhe. Das ist aber auch normal in der Vorbereitung.“ Der neue Coach, der in der Urlaubszeit auf bis zu acht Spieler gleichzeitig verzichten musste, sucht derweil noch immer einen Co-Trainer. „Wir werden wohl eine vereinsinterne Lösung finden müssen“, sagte er. Interimsmäßig unterstützt Spieler Pascal Lorenz den 37-Jährigen.

Kaderplanung bereits abgeschlossen

Die Kaderplanung ist dagegen bereits abgeschlossen. Nach den Verpflichtungen der fünftliga-erfahrenen David Both (Stürmer, kam vom Oberligaclub Niendorfer TSV) sowie Max Grimm (Außenverteidiger vom Verbandsliga-Absteiger FC Dornbreite Lübeck) und der Beförderung von fünf Talenten aus der A-Jugend stehen Tetzlaff 25 Spieler zur Verfügung.

Bevor die Reinfelder wie auch Bargfeld gleich mit einem Kreisderby (2. August beim SSC Hagen Ahrensburg) in die Punktspiel-Saison starten, wartet schon am Dienstag, 28. Juli, der TSV Schlutup III (Kreisklasse B Lübeck) im Pokalwettbewerb Meister der Meister. Vorher ist der SVP in der kommenden Woche beim City-Cup des SSV Pölitz am Start.