Stormarn
Mädchenfussball

VfL Oldesloe verpasst Bundesliga-Aufstieg

Zweikampf zwischen Neele Straube (r., VfL Oldesloe) und Corinna Melzer (TSG Ahlten)

Zweikampf zwischen Neele Straube (r., VfL Oldesloe) und Corinna Melzer (TSG Ahlten)

Foto: Thomas Jaklitsch / HA

Die B-Juniorinnen aus Stormarns Kreisstadt verloren gegen die TSG Ahlten auch das Rückspiel. Streit um Kurparkstadion beigelegt.

Bad Oldesloe. Auch im dritten Anlauf hat es nicht gereicht. Die B-Juniorinnen des VfL Oldesloe haben das Relegations-Rückspiel gegen die TSG Ahlten 0:3 (0:3) verloren und den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga erneut verpasst. Bereits 2013 und 2014 waren die Kreisstädterinnen, damals noch als FFC Oldesloe, erst in der Aufstiegsrunde gescheitert.

Der Traum von der Aufholjagd – das Hinspiel hatten die Stormarnerinnen 0:2 verloren – währte ganze zwölf Minuten. Solange agierte der VfL auf Augenhöhe und besaß durch Ina Kleemann (6. Minute) sogar die Chance zur Führung. Dann aber köpfte Lara Theobald Ahlten in Führung und die überragende Vanessa Voigt machte mit einem Doppelpack (23., 39.) noch vor der Pause alles klar. Nach dem Seitenwechsel verhinderte Oldesloes Torhüterin Jana Straube mit mehreren Glanzparaden eine höhere Niederlage. „Es war trotzdem eine tolle Saison“, sagte Oldesloes Trainer Bernhard Genendsch.

Viele Spielerinnen rücken zur neuen Saison in den Damenbereich auf

Im Falle eines Aufstiegs hätte die Mannschaft deutlich verstärkt werden müssen, sagte Genendsch. Doch auch so stehe ein großer Schnitt bevor. „Sechs, sieben Spielerinnen rücken in den Erwachsenen-Bereich auf. Dadurch werden wir wohl eine zweite Damenmannschaft gründen.“

Nach der Partie trafen sich alle Mädchen-Mannschaften sowie das Frauenteam zur gemeinsamen Saisonabschlussfeier – und zuletzt hatte es ja auch Anlass zur Freude gegeben. Der Verein kann das Kurparkstadion nun doch weiter nutzen. Nach langem Streit um die Nutzungskosten zwischen dem VfL und dem Pächter SV Türkspor Bad Oldesloe haben sich beide Seiten überraschend geeinigt. Alle Nutzer des Stadions zahlen künftig eine Pauschale, statt wie bisher einen nutzungsabhängigen Betriebskosten-Beitrag. Wie sehr sich die Kosten für den VfL dadurch reduzieren, wurde nicht verraten.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung hieß es: „Beide Vereine betonen, dass es in dieser Sache letztendlich keinen Verlierer oder Gewinner gab. Es wurde zu guter Letzt im Sinne des Sports und der Sportler entschieden.“ Die Einigung, ohne die einigen Jugendmannschaften des VfL sogar die Abmeldung gedroht hätte, gilt zunächst bis Juni 2016.