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Transferoffensive: Bargteheides Fußballer peilen Aufstieg an

Bargteheide. Hinter den Fußballern des TSV Bargteheide liegen durchwachsene Jahre. 2013 stieg der Club sang- und klanglos aus der Verbandsliga ab. Es folgte eine überraschend erfolgreiche Saison in der Kreisliga, Tabellenplatz zwei. Die gerade abgelaufene Spielzeit wiederum beendeten die Stormarner nur auf Rang acht. Fortan soll es nur noch bergauf gehen: Der TSV formuliert seine Ziele wieder offensiv, will in einem Jahr wieder in die sechstklassige Verbandsliga aufsteigen. Damit das klappt, hat der Verein eine Transferoffensive gestartet und bereits neun teilweise hochkarätige Neuverpflichtungen getätigt.

Schon länger ist bekannt, dass der 21-jährige Leo Seiler, Mittelfeldspieler mit Erfahrung in der Junioren-Bundesliga (für den HSV) und der Herren-Regionalliga (SV Eichede) zu seinem Jugendverein zurückkehrt. Abteilungsleiter Henrik Bustorf sagt: „Ich gehe davon aus, dass Leo Schwung in die Mannschaft bringt.“ Auch die Rückkehr von Sebastian Kohn (zuletzt VfL Tremsbüttel) steht schon seit Wochen fest, der 22-Jährige soll das Team von Chefcoach Maik Kohrs in der Offensive verstärken.

Vom SSC Hagen kommt Hauke Iwersen. Im Winter stößt Sebastian Meyer dazu

Nun gab der Verein in Person von Co-Trainer Torben Bischkopf sieben weitere Transfers bekannt, und wieder sind mehrere Spieler mit höherklassiger Erfahrung – und mit Stallgeruch – dabei. Hauke Iwersen (SSC Hagen Ahrensburg) und Mike Henkel (Klub Kosova) spielten zuletzt sechstklassig und früher bereits in Bargteheide. Vom ebenfalls sechstklassigen SV Eichede II kommt Philipp Hautz. Ein weiterer Rückkehrer ist Kevin Ihns (wohnte zuletzt in Dortmund), außerdem kommt Jan Bornhöft (Bosauer SV) und aus der eigenen A-Jugend rückt Yannick Schwartz auf.

Co-Trainer sieht gute Außendarstellung als Grund für die Transfer-Erfolge

In der Winterpause kommt mit Sebastian Meyer (früher SV Eichede) ein weiterer Akteur, der auf Einsätze in der Regional- und Schleswig-Holstein-Liga zurückblickt. Für den Außenverteidiger ist es bereits das zweite Comeback beim TSV. Den neun Neuverpflichtungen stehen bislang drei Abgänge gegenüber. Riko Tobing verlässt den Club mit noch offenem Ziel, Markus Berndt und Torben Dörling beenden ihre Laufbahn nach Kreuzbandrissen. „Es kann noch ein, zwei Änderungen geben, auch studienbedingt“, sagt Bischkopf, der ebenfalls zum Kader zählen soll. Der 29-Jährige, der in der vergangenen Saison eigentlich nur als Notfall-Option vorgesehen war, will es nach drei Kreuzbandrissen noch mal versuchen. Auch Michael Strusch und Lennart Behnk kehren nach Kreuzbandrissen zurück.

„Wir haben nun eine Mannschaft zusammen mit vielen Leuten, die hier groß geworden sind“, sagt Bustorf. „Wir hatten jetzt zwei Jahre in der Kreisliga, haben uns neu sortiert.“ Bischkopf meint: „Es ist auch von außen zu sehen, dass wir auf einem guten Weg sind und Ruhe im Verein haben. Das ist der Grund, warum wir diese Spieler bekommen haben.“