Stormarn
Trainer

Jochen Prieß verlässt Preußen Reinfeld sofort

War fünf Jahre Chefcoach beim SV Preußen Reinfeld: Jochen Prieß

War fünf Jahre Chefcoach beim SV Preußen Reinfeld: Jochen Prieß

Foto: Thomas Jaklitsch

Der Fußballtrainer nimmt eine berufliche Chance in Brandenburg war. Ronny Tetzlaff ist neuer Chefcoach – und war zunächst geschockt.

Reinfeld. Kürzlich hatte er seinen Vertrag noch um ein Jahr verlängert, nun ist für Meistertrainer Jochen Prieß doch Schluss beim SV Preußen Reinfeld – aus beruflichen Gründen. Der 60 Jahre alte Jurist übernimmt eine leitende Position in der Verwaltung eines Produktions- und Logistikzentrums in Rathenow (Brandenburg). Es wird sicher die eine oder andere Träne fließen“, blickte Prieß auf kommenden Sonnabend voraus, wenn die Fußballer am letzten Spieltag der Kreisliga Stormarn/Lauenburg ihren Coach mit einem Sieg gegen die
SG Großensee/Brunsbek verabschieden wollen.

Prieß übernahm den SVP vor fünf Jahren und krempelte die Mannschaft fast komplett um. Nachdem es in den letzten Jahren immer knapp nicht zum Aufstieg gereicht hatte, stehen die Reinfelder in dieser Saison bereits seit Wochen als souveräner Meister fest und spielen künftig in der Verbandsliga Süd-Ost. „Ich hätte gern miterlebt, wie sich die Mannschaft in dieser höchstinteressanten Klasse schlägt“, so Prieß. Doch das Angebot seines Arbeitgebers sei eine einmalige Chance. „Ich bin dankbar, dass im Verein alle vollstes Verständnis gezeigt haben“, so Prieß, der nur die Wochenenden im Norden verbringen wird. Bei einigen Spielen der Preußen wolle er aber als Fan dabei sein.

Stürmer Tetzlaff will nur im Notfall selbst spielen

Neuer Chefcoach ist Ronny Tetzlaff, der eigentlich zunächst als spielender Co-Trainer eingeplant war, nachdem Christopher Naatz seinen Wechsel zum SV Eichede verkündet hatte. „Die Nachricht, dass Jochen aufhört, war schon ein kleiner Schock“, sagte der
36-Jährige. „Aber es herrscht auch Vorfreude bei mir und der Mannschaft.“

Der Stürmer will seine Fußballschuhe zwar erst in einem Jahr an den Nagel hängen, sieht sich aber nicht als Spielertrainer. „Ich werde nur im Notfall einspringen“, sagte er. Möglich, dass der Verein daher noch einen Angreifer verpflichtet. Ein neuer Co-Trainer soll in den nächsten Wochen vorgestellt werden.

Tetzlaff wohnt in Lübeck und arbeitet in Reinfeld. Eine Trainerlizenz will er in der nächsten Saison erwerben. Oberstes Ziel sei der Klassenerhalt, sagte er. „Die Mannschaft hat aber noch weit mehr Potenzial. Wie die Qualität der Liga sein wird, ist noch schwer abzuschätzen.“