Stormarn
Kreisliga

SV Hamberge bekommt Endspiel um Klassenerhalt

Hochspannung im Kreisliga-Abstiegskampf

Hochspannung im Kreisliga-Abstiegskampf

Foto: Thomas Jaklitsch

Die Fußballer von Trainer Matthias Beeck trotzten Preußen Reinfeld ein 0:0 ab. Großensee braucht nun einen Sieg gegen den Meister.

Hamberge. Matthias Beeck versuchte gar nicht erst, den Auftritt seiner Mannschaft als mutig zu interpretieren. „Wir haben uns hinten eingemauert und die Null gehalten“, sagte der trotzdem und zurecht hochzufriedene Trainer des SV Hamberge. Die abstiegsbedrohten Kreisligafußballer rangen dem Meister SV Preußen Reinfeld ein 0:0 ab und holten einen Punkt, der am Ende Gold wert sein könnte. Die Defensivtaktik, mit der in den letzten Monaten so viele Gegner der Reinfelder gescheitert waren, ging diesmal auf. Beeck attestierte seinen Schützlingen „eine Glanzleistung in Sachen Einsatz und Willen“.

Beeck spielte einst selbst für Reinfeld, hat noch immer gute Kontakte zum Verein, ist mit Co-Trainer Christopher Naatz gut befreundet. Naatz sagte: „Ich freue mich natürlich für Hamberge und für Matthias – aber irgendwelche Verschwörungstheorien sind völlig fehl am Platz.“ Die Hamberger mussten mehrfach auf der Linie retten. In der 87. Minute traf Reinfelds Pascal Lorenz die Latte.

Schon ein Remis könnte Hamberge reichen

Vor dem letzten Spieltag liegen die Hamberger (Tordifferenz -22) auf dem ersten Nichtabstiegsplatz, punktgleich mit der SG Großensee/Brunsbek (-28) und dem Krummesser SV (-52). Gegen eben jenen KSV bekommt der SVH nun sein erwünschtes Endspiel. „Wir haben es selbst in der Hand und sogar die gute Ausgangsposition, dass auch ein Punkt reichen könnte“, sagte Beeck. Denn nun bekommt es Großensee mit Preußen Reinfeld zu tun. „Wir haben die geringste Chance“, sagte Carsten Holst, Trainer der Spielgemeinschaft. „Aber das spielt keine Rolle.“ Beim 0:2 gegen den WSV Tangstedt zeigte sein Team eine gute Leistung. „Hätten wir immer so gespielt, wären wir gar nicht in dieser Situation.“

VfL Oldesloe könnte Freitag in Ahrensburg den Aufstieg feiern

Am kommenden Wochenende setzt die Kreisliga aus. Nur der VfL Oldesloe (Freitag, 22. Mai, 19.30 Uhr, Hagener Allee) holt seine Partie beim SSC Hagen Ahrensburg II nach – und könnte den Aufstieg feiern. Bei einem Sieg hätten die Kreisstädter einen Vorsprung von drei Punkten auf den drittplatzierten Bargfelder SV und das deutlich bessere Torverhältnis (derzeit +41 gegenüber +32). Dann würde der Mannschaft von Trainer Marius Kuhlke am letzten Spieltag gegen den Ratzeburger SV wohl schon eine knappe Niederlage zur Rückkehr in die Verbandsliga Süd-Ost reichen.