Stormarn
Verbandsliga Süd-Ost

Trittau beendet Durststrecke mit Schützenfest

 Zweikampf zwischen Matthias Detjens (rechts, TSV Trittau) und Kolja Wuske (TSV Malente)

Zweikampf zwischen Matthias Detjens (rechts, TSV Trittau) und Kolja Wuske (TSV Malente)

Foto: Thomas Jaklitsch

Fußballer von Trainer Räck schlagen Malente 6:0. Der SSV Pölitz verlor deutlich – und will nun in vier Tagen sechs Punkte holen.

Trittau. Streit kam unter den Fußballern des TSV Trittau während des Spiels gegen den TSV Malente nur einmal auf: In der 76. Minute, als es um die Frage ging, wer gerade das sechste Tor der Stormarner markiert hatte. Trittaus Stadionsprecher gab Daniel Gläser durch, der einen Eckball direkt auf das Tor des Gegners gezirkelt hatte. Doch Daniel Lantz beanspruchte den Treffer vehement für sich, er war auf der Torlinie noch mit dem Kopf zum Ball gegangen – und so entstand vor dem Anstoß eine Diskussion quer über den Platz hinweg. „Ich habe die Nummer 16 notiert“, bereitete schließlich Schiedsrichter Michael Aust der etwas skurrilen Situation ein Ende und gab das Spiel wieder frei. Als Torschütze zum 6:0-Endstand ging also Lantz in die Statistik ein.

Viel wichtiger aber waren die drei Punkte für die zuletzt arg gebeutelten Trittauer. In den fünf Spielen zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Matthias Räck nur zwei Punkte geholt und war dadurch tiefer denn je in den Abstiegssumpf geraten. Der TSV Malente, der nun auch rechnerisch als Absteiger feststeht, präsentierte sich zu keiner Phase verbandsligatauglich, war also ein dankbarer Gegner für die Stormarner. „Aber wir haben gezeigt, dass wir Fußball spielen können und haben nun von allen Abstiegskandidaten das beste Torverhältnis. Das kann ja auch noch entscheidend sein“, sagte Räck.

SSV Pölitz bricht nach der Pause ein – und will nun sechs Punkte in vier Tagen

Durch ihren höchsten Saisonsieg zogen die Trittauer wieder vorbei am Kreiskonkurrenten SSV Pölitz auf Rang 14, der für den Klassenerhalt reicht – sofern aus der Schleswig-Holstein-Liga nicht sowohl der FC Dornbreite Lübeck als auch der NTSV Strand 08 absteigen. Pölitz unterlag nach guter erster und schwacher zweiter Halbzeit 1:5 beim VfB Lübeck II. „In der ersten Halbzeit werden uns zwei Tore wegen Abseits aberkannt, Helge Höppner trifft den Pfosten und dann schießen die aus dem Nichts das 1:0“, haderte Pressesprecher Jens-Peter Ehrlich. „Aber da dürfen wir jetzt nicht lange drüber nachdenken.“ Denn in den nächsten Tagen kann der Aufsteiger einen großen Schritt machen. Diesen Donnerstag ist der Tabellenvorletzte aus Malente zu Gast, am Sonntag das abgeschlagene Schlusslicht TuS Lübeck.

Obwohl Malente bereits abgestiegen ist, erwarte er einen heißen Tanz, so Ehrlich. Grund: „Der TSV hat sehr lange versucht, das Spiel zu verlegen, weil mehrere Spieler als Polizisten im Einsatz sind. Die werden wohl sauer sein. Aber ein anderer Termin war nicht mehr zu finden.“

Tremsbüttel kassiert einkalkulierte Niederlage in Eichede. SSC Hagen 0:3

Der VfL Tremsbüttel hatte sich mit dem 1:4 beim SV Eichede II schnell abgefunden. „Mehr war für uns nicht drin“, sagte Trainer Carsten Holzmüller, der die Niederlage einkalkuliert und daher die angeschlagenen Leistungsträger Jascha Fahrenkrog und Maximilian Lampel geschont hatte.

Seine vierte Niederlage in Folge kassierte der SSC Hagen Ahrensburg. Beim 0:3 gegen GW Siebenbäumen sah Torwart Tim Westphal wegen einer Notbremse die Rote Karte.