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Reinfelds Handballfrauen sind Vizemeister

Stormarnerinnen behaupten Rang zwei der Schleswig-Holstein-Liga. Sina Rostek erzielt beim 27:23 gegen Slesvig IF zehn Tore

Reinfeld. Die Handballfrauen der HSG Reinfeld/Hamberge haben mit dem 27:23 (13:10)-Erfolg beim Slesvig IF Tabellenrang zwei in der Schleswig-Holstein-Liga sicher – und dürfen damit weiter auf den Oberligaaufstieg hoffen. Detfred Dörling ist aber – noch – skeptisch: „An Spekulationen über verschiedene Konstellationen in der Zweiten und Dritten Liga, die uns den Weg in die Oberliga ebnen, beteilige ich mich nicht“, sagte der Reinfelder Coach. „Außerdem stehen noch die beiden Relegationsspiele gegen den Zweitplatzierten der Hamburg-Liga auf dem Programm.“ Gegner zum aktuellen Zeitpunkt wäre das HT Norderstedt, aber sowohl Spitzenreiter SG Altona als auch die drittplatzierte SG Wilhelmsburg könnten auf die Stormarnerinnen warten. Dörling: „Von allen drei Teams ist mir nur Altona als eine in der Abwehr sehr kompakt stehende Mannschaft bekannt“, sagte Dörling.

Beste Akteurinnen in der Partie beim Tabellenvierten waren Annika Rahf und Sina Rostek. Torfrau Rahf parierte nicht nur fünf Würfe von der Siebenmeterlinie aus, die 23-Jährige vereitelte auch mehrere „Hundertprozentige“. Dörling sagte scherzend: „Nach Annikas in letzter Zeit eher durchwachsenen Leistungen ist sie wie Phönix aus der Asche entstiegen.“ Mit insgesamt zehn Treffern brachte Rückraumspielerin Sina Rostek den als Verein der dänischen Minderheit in Schleswig gegründeten Club fast im Alleingang zu Fall. Nette Geste: Kurz vor dem Ende der Partie bot Dörling die seit Monaten verletzte Blerta Smail auf. Die Rückraumspielerin, die zu Saisonbeginn von der Lübecker TS nach Reinfeld gewechselt war, zahlte das Vertrauen des Trainers mit ihrem ersten Treffer für die HSG zurück – ehe sie am Mittwoch an der Schulter operiert wird und für sechs Monate ausfällt.

Die weiteren Treffer für die HSG Reinfeld/Hamberge erzielten: Laura Beth (4/3), Rika Tonding (3), Anna-Lena Tetzlaff, Lara Zube, Lina Tonding (je 2), Kerstin Albrecht, Lena Powierski, Maike Waldeck (je 1).