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Badminton: TSV Trittau verliert Großsponsor

Kaderplanung für kommende Saison wird weiter erschwert. Sonnabend empfängt der Bundesligaclub Abstiegskandidat Dortelweil

Trittau. Wenn der TSV Trittau an diesem Sonnabend (14 Uhr, Heinrich-Hertz-Straße) in der Badminton-Bundesliga den SV Fun-Ball Dortelweil empfängt, ist ein Sieg Pflicht. Die Hessen belegen mit nur drei Punkten den vorletzten Tabellenplatz und haben, seit sie gemeinsam mit den Stormarnern in das Oberhaus aufgestiegen sind, alle drei Duelle verloren. Das Hinspiel endete 6:0 für Trittau.

Sportlich sieht sich der TSV nicht vor die ganz großen Probleme gestellt, dafür drückt der Schuh an anderer Stelle. Die finanzielle Not der Abteilung hat sich nochmals verschärft. Mit Famila hat sich einer der Hauptsponsoren zurückgezogen. Sprecher Andreas Willkomm sagte: „Wir verlieren unser Flagschiff“ – und das mitten in den Kader-Planungen für die nächste Saison.

Am liebsten würden die Verantwortlichen mit derselben Mannschaft, die diese Spielzeit auf einem gesicherten Mittelfeldplatz abschließen wird, weitermachen. Doch viele der Ausländer – die Mannschaft besteht unter anderem aus Briten, Niederländern und Indonesiern – werden noch mehr Turniere spielen, weil sie sich auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vorbereiten. Sie zu einem Verbleib in der Deutschen Bundesliga zu bewegen, wird somit ohnehin schon schwerer. Willkomm: „Es kann sein, dass uns nun wichtige Spieler wegbrechen.“ Der 40-Jährige Kenneth Jonassen aus Dänemark, bester Herrenspieler des Teams, erwägt weiterhin, seine aktive Laufbahn zu beenden.

Mit welchem Personal Trittau gegen Dortelweil antritt, entscheidet sich kurzfristig, zumal auch die abstiegsbedrohte Reserve in der Zweiten Bundesliga Nord an diesem Wochenende im Einsatz ist. Am Sonnabend (14 Uhr, Wittkuller Straße) ist das Schlusslicht beim fünfplatzierten STC BW Solingen zu Gast, tags darauf steht das Auswärtsspiel in Bergisch Gladbach beim Tabellenvierten TV Refrath II (14 Uhr, Steinbreche) an. Bei aktuell drei Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz muss am Doppelspieltag zumindest ein Sieg für die Zweitvertretung der Stormarner her. Danach stehen am 21./22. März noch zwei Partien aus: Beim Aufstiegskandidaten FC Langenfeld und in eigener Halle gegen den Tabellenvorletzten SG EBT Berlin. Ob für die Sparte eine weitere Saison mit einem Zweitligisten neben der ersten Mannschaft finanzierbar wäre, steht dabei noch in den Sternen.