Stormarn
Trittau

Badminton: Lee und Firdaus bleiben in Indonesien

Behörde erteilt kein Visum. Trittaus Zweitligamannschaft in Abstiegsnot

Trittau. Die Badmintonabteilung des TSV Trittau muss in dieser Saison definitiv auf Gustaf Firdaus und Meisy Jolly Lee verzichten. Die beiden Indonesier haben nach wochenlanger Hängepartie (wir berichteten) nun endgültig Gewissheit, kein Visum zu bekommen. Die Trittauer Abteilungssprecherin Sabina Persson sagte: „Das letzte Wort ist gesprochen.“ Nur bei der als Neuverpflichtung eingeplanten Maziyyah Nadhir bestehe noch Hoffnung.

Die Ausländerbehörde in Bad Oldesloe hatte ursprünglich ihre Zustimmung verweigert, weil der Verdacht bestand, die jungen Indonesier kämen nur nach Deutschland, um professionell Badminton beim TSV Trittau zu spielen. Da sie mit einem Sprachvisum einreisen wollten, wäre ihr Aufenthalt somit illegal gewesen. Später erteilte die Behörde jedoch ihre Zustimmung. Als ein Visum nur noch Formsache zu sein schien, meldeten die Behörden in Jakarta jedoch Zweifel über die Rückkehr der Indonesier nach dem Ende des Visums an und stellten sich quer.

Was insbesondere für Firdaus und Lee bitter ist, trifft den Verein auch auf sportlicher Ebene hart. Während das Bundesligateam gut in die Saison gestartet ist, fehlen der zweiten Mannschaft (Zweite Bundesliga Nord) die eingeplanten Spieler merklich. Weil es am letzten Doppelspieltag gegen den STC BW Solingen (4:4) und den TV Refrath (0:8) nur zu einem Punkt reichte, belegen die Stormarner weiterhin den letzten Tabellenrang. Der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt bereits vier Zähler.

„Aufgeben werden wir nicht“, sagte Persson. „Immerhin haben wir nun den ersten Punkt geholt.“ So lange es finanziell zu stemmen sei, werde die Zweitvertretung die Saison zu Ende spielen. Die Hoffnungen ruhen dabei auch auf Daniel Seifert. Der 17-Jährige soll bald in der Zweiten Liga zum Einsatz kommen. „Er wird immer stärker“, so Persson.