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Tremsbüttels Trainer Marco Schier tritt zurück

Carsten Holzmüller übernimmt die Verbandsligafußballer zumindest vorerst. Schier nennt gesundheitliche Belastung als Hauptgrund

Tremsbüttel. Nach fast vier Jahren Amtszeit, einer zwischenzeitlichen Serie von mehr als einem Jahr ohne Niederlage, dem Aufstieg in die Verbandsliga Süd-Ost und zum Schluss ein paar Tränen ist es aus: Marco Schier ist als Trainer des VfL Tremsbüttel zurückgetreten. Die Stormarner hatten aus den letzten vier Spielen nur einen Punkt geholt. Als Hauptgrund für seine Entscheidung nannte Schier, der vergangene Saison wegen eines Burn-outs wochenlang ausgesetzt hatte, gesundheitliche Gründe.

Neuer Chefcoach ist bis auf weiteres der bisherige Co-Trainer Carsten Holzmüller. Abteilungsleiter Dirk Jorga sagte: „Ich hoffe, er wird es dauerhaft machen, wir haben vollstes Vertrauen in ihn. Er will aber zunächst sehen, ob die Mannschaft bereit ist, den Weg mit ihm zu gehen und ob er es zeitlich bewältigen kann.“ Einen Plan B gebe es nicht. D-Jugend-Trainer Hajo Hecker wird Holzmüller unterstützen, hat sich aber ebenfalls Bedenkzeit erbeten, ob er als Dauerlösung für den Posten des Co-Trainers bereitstehen kann.

Schier hatte bereits in den letzten Wochen öffentlich damit gehadert, dass zahlreiche Spieler während der Saison oft nicht zur Verfügung stehen „weil sie die Prioritäten anders setzen“. Jetzt sagte er: „Es ist okay, wenn die Spieler auch während der Saison in den Urlaub fahren. Aber für mich kostet das extrem viel Kraft und diese Kraft habe ich nicht, die brauche ich in meinem Beruf. Dadurch kann ich den Anspruch an mich selbst nicht erfüllen. Meine Gesundheit steht im Vordergrund.“

Dem Verein will Schier als Spieler der Altsenioren erhalten bleiben und eventuell nach einer Auszeit auch in anderer Form mitwirken, möglicherweise im Jugendbereich. „Der Verein hat sich toll entwickelt“, sagte er. „Wir hatten eine großartige Zeit.“

Der Mannschaft habe er seine Entscheidung in vier bis fünf Sätzen mitgeteilt, sagte Schier. „Ich habe gesagt, dass es für beide Seiten das beste ist. Die Spieler haben ein paar Minuten applaudiert, aber dann musste ich raus und die ein oder andere Träne verdrücken. Jorga sagte: „Marco hat all die Jahre einen super Job gemacht. Er ist mehr ein Freund als nur ein Trainer.“