Stormarn
Trittau

Trittaus Kampfgeist wird belohnt

Stormarner Verbandsligafußballer siegen in Unterzahl 2:0 gegen Pansdorf. Patrick Rösler sieht nach einer halben Stunde die Gelb-Rote Karte

Trittau. Der TSV Pansdorf hat sich in dieser Spielzeit für die Verbandsligafußballer des TSV Trittau zum Lieblingsgegner gemausert. Wie beim 3:3 in der Hinserie, als die Stormarner erst kurz vor Spielende einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gaben, präsentierten sie sich auch im zweiten Aufeinandertreffen in hervorragender Spiellaune und erzielten gegen den Tabellendritten der Süd-Ost Staffel einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg.

Die Mannschaft von Coach Matthias Räck musste allerdings eine knappe Stunde mit einem Spieler weniger auskommen, denn Schiedsrichter Patrick Hahn (Osdorfer SV) zeigte Trittaus Torjäger nach einer verbalen Entgleisung (31. Minute) zunächst die Gelbe Karte, um ihn fast im Anschluss nach übertrieben hartem Einsatz mit Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine zu schicken. Röslers Unbesonnenheit ärgerte Räck. „Patrick soll aufhören, jede Aktion eines Unparteiischen zu kommentieren, sondern sich auf das konzentrieren, was er gut kann. Und das ist das Toreschießen“, sagte Trittaus Coach. Etwas milder gestimmt fügte er hinzu: „Hoffentlich findet er bald zu alter Stärke zurück, denn für uns ist Patrick ein ganz wichtiger Spieler.“

Kai Zimmermann, den Räck gegen Pansdorf in der Startformation für Rösler in die Sturmspitze beordert hatte, zahlte das Vertrauen seines Trainers gleich in der Anfangsphase der Partie zurück. Im Strafraum der Gäste verschaffte sich Trittaus gelernter Innenverteidiger mit einer geschickten Körpertäuschung den nötigen Raum, um aus sieben Metern Pansdorfs Torwart Lars Moeller keine Chance zu lassen (7.). Hoffentlich nicht das letzte Abschiedsgeschenk von Zimmermann, der nach der Saison zu Ligakonkurrent Grün-Weiß Siebenbäumen wechseln wird. Ein Verlust, der Räck schmerzt. „Liebend gern hätte ich mit Kai noch eine weitere Saison geplant“, sagte Trittaus Übungsleiter, lässt aber eine Hintertür offen: „Kai weiß, dass er er jederzeit zu uns zurückkehren kann.“ Den Endstand für den Tabellensiebten besorgte im zweiten Durchgang Max Johnsen, der einen an Dennis Ratzlaff verschuldeten Foulelfmeter eiskalt verwandelte (70.). „Uns liegen Mannschaften, die versuchen, selbst das Spiel zu gestalten “, sagte der 24 Jahre alte gelernte Zimmermann.

Mannschaftskollege Daniel Gläser hingegen musste dem hohen Laufpensum noch in der Schlussminute Tribut zollen. Von einem Muskelkrampf im linken Bein geschüttelt blieb Trittaus Abwehrspieler im eigenen Strafraum liegen, woraufhin Torwart David Schmechel als erster reagierte und seinem Mitspieler zu Hilfe eilte. „Vom Einsatz her sind wir heute alle an unsere Grenzen gegangen“, sagte der nach der Partie erholte 20 Jahre alte Schüler des Reinbeker Sachsenwaldgymnasiums. Vor knapp zwei Jahren war Gläser gemeinsam mit Coach Räck von der TSV Reinbek nach Trittau gewechselt. Er hofft auf kommende Saison:„Vom spielerischen Potenzial her gehören wir zu den Top drei oder vier Mannschaften der Liga.“

TSV Trittau: Schmechel – Gläser, Ohl, Hilbert (81. Lessau), Prehn – Detjens (74. Spoth) – Johnsen, Lantz, Rösler, Ratzlaff – Zimmermann (70. Stirl).