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Oststeinbek

Oststeinbek mit 0:2 noch gut bedient

Oberligafußballer kassieren gegen SV Rugenbergen erste Niederlage des Jahres

Oststeinbek. Nach dem Abpfiff hielt Yalcin Ceylani eine knappe aber laute Ansprache an seine Mannschaftskameraden. Dann stapfte der Torwart als erster Spieler des Oststeinbeker SV wütend vom Feld. Er hinterließ bedröppelt dreinschauende Fußballer. Für den Keeper sollte das Oberligaspiel gegen seinen ehemaligen Verein SV Rugenbergen ein besonderes werden – heras kam die schlechteste Leistung des OSV in diesem Jahr. Bereits nach sieben Minuten hatten die Gäste beide Treffer zum 0:2-Endstand erzielt und in der Folge nie mehr um ihren Auswärtssieg, der letztlich viel zu knapp ausfiel, zittern müssen.

„Wir wollten auch ein bisschen für Yalcin spielen“, sagte Trainer Stefan Kohfahl, „ihm war dieses Spiel sehr wichtig“. Der 26-Jährige, der sieben Jahre bei den Bönningstedtern im Kader, aber fast nie in der Anfangself gestanden hatte, wollte sich beweisen gegen den SVR. Mit mehreren starken Paraden verdiente sich Ceylani dann auch eine gute Note – aber eben als einziger Spieler des OSV.

Taktisch präsentierten sich die Gastgeber besonders in der ersten Halbzeit teilweise vogelwild und begingen zahlreiche eklatante Fehler. Ceylani: „Ich hatte das Gefühl, dass die Jungs gedanklich noch in Dassendorf waren“. Dort hatten die Stormarner dem Spitzenreiter dank guter Defensivleistung ein Unentschieden abgerungen. Rugenbergen dagegen hatte nach einem Ballverlust des zuletzt hochgelobten Devran Barlak (4. Minute) und einer Oststeinbeker Fehlerkette (8.) leichtes Spiel. Gary Voodbraak und Pascal Haase erzielten die Tore. „Eigentlich hätte Rugenbergen bis zur Halbzeit noch fünfmal nachlegen müssen“, sagte Ceylani.

Am Ende hatten die Gäste acht teilweise hochkarätige Chancen vergeben. Der OSV strahlte erst in den letzten fünf Minuten durch Schüsse von Michael Meyer (86., 90.) und Timo Mäkelmann (89.) Gefahr aus. Rafael Monteiro, der trotz anhaltender Knieprobleme durchspielte, versuchte viel, bewirkte aber kaum etwas.

Kohfahl sprach nach der ersten Niederlage des Jahres von einem „gebrauchten Tag“. „Wir sind nicht zurechtgekommen, haben es kaum geschafft, zu kombinieren. Rugenbergen hat verdient gewonnen.“

Oststeinbeker SV: Ceylani – E. Gyasi (71. Hüttner), Novotny, Barlak, M. Eren – Aboagye (83. Hartmann), Meyer – D. Stenzel, Mäkelmann, L. Monteiro (58. H. Eren) – R. Monteiro.