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Ahrensburger Hockeyherren feiern 7:1-Sieg

Stormarns Regionalligamannschaft verlässt nach dem Heimerfolg über den Braunschweiger THC wieder Abstiegsplatz

Ahrensburg. Schneller als gedacht waren die Hockeyherren des THC Ahrensburg wieder auf den letzten Tabellenrang – den einzigen Abstiegsplatz – abgerutscht. Mit einer 2:4 (1:2)-Niederlage gegen DTV Hannover starteten die Stormarner in den Doppelspieltag der Regionalliga Nord, der direkte Konkurrent Hamburger Polo Club hingegen gewann überraschend gegen den Uhlenhorster HC II. 24 Stunden später machte sich wieder Erleichterung breit. Mit 7:1 (2:1) schickten die Stormarner den Braunschweiger THC nach Hause und sind nun wieder Tabellensiebter. Der Erfolg gegen Braunschweig war – eine Woche vor dem direkten Aufeinandertreffen mit Polo – zweifellos der bislang wichtigste Sieg der Saison.

Trainer Florian Führer sah in der Niederlage gegen Hannover sogar einen der Gründe für den aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten Erfolg gegen Braunschweig. „Die nötige Anspannung war jetzt wieder da.“ Nach dem Sieg beim Club zur Vahr vor einer Woche und dem damit verbundenen Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz habe er schon im Training einen Druckabfall bei seinen Schützlingen bemerkt – im negativen Sinne. „Gegen Hannover fehlte dann die Konzentration. Wir haben den Sieg gegen einen schwach besetzten und unkonzentrierten Gegner einfach liegen gelassen.“ Nach der Führung durch Olaf Elling (15. Minute) drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause. Nach dem 1:3 erzielte Rodin Duchow zwar den Anschlusstreffer (42.), verfehlte später beim Stand von 2:4 aber sogar das leere Tor.

„Nach der Leistung gegen Hannover habe ich heute von mir selbst mehr Konzentration eingefordert“ sagte Duchow nach dem Kantersieg gegen Braunschweig, zu dem er vier Treffer beigetragen – und keine Torchance vergeben hatte. Auch der Stürmer sah die Leistung gegen Hannover als „ausschlaggebend für die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit.“ Mit einer 2:1-Führung zwar, aber kopfschüttelnd, gingen die Ahrensburger nach 30 Minuten in die Kabine. Nur weil die Gäste mit Ausnahme des zwischenzeitlichen Ausgleichstreffers durch Michel Butschies (21. Minute) fahrlässig mit ihren Chancen umgingen und entweder am Pfosten oder am starken Torwart Jannik Wolgast scheiterten, reichten die Treffer durch Duchow (6., nach Strafecke) und Henrik Wolgast (25.) zu einem Vorsprung zur Pause. Duchow: „Wir haben verkrampft gespielt, nicht die angesagten Laufwege eingehalten. In der Pause hat sich dann jeder am Kragen gepackt.“

Führer machte die Anfälligkeit bei gegnerischen Kontern zwar auch nach dem Seitenwechsel „ein, zwei Mal“ aus, über weite Strecken aber „haben wir tatsächlich mal Hockey gespielt. Die Tore waren keine Zufallsprodukte. Wir haben die Angriffe gut ausgespielt und unsere Strafecken verwandelt.“ Drei von vier „kurzen Ecken“ schlossen die Hausherren erfolgreich ab. Den Bann aber brach Nikolas Kreß in der 37. Minute nach einem schönen Angriff über Elling und Nicolaus Hein – nach Kreß’ Siegtreffer gegen den Club zur Vahr schon der zweite umjubelte Treffer des Youngsters innerhalb einer Woche.

In der Folge gaben sich die Niedersachsen zwar nie geschlagen, fanden aber kein Mittel gegen die gnadenlose Ahrensburger Effizienz bei den besagte Standardsituationen. Elling verwandelte die erste Ahrensburger Strafecke (44.), Duchow die zweite (48.) und die dritte (52.) und traf in der 56. Minute auch zum 7:1-Endstand. Auf die Treffsicherheit Duchows werden die Ahrensburger bis auf weiteres angewiesener sein denn je. Sein Sturmkollege Jochen Schaller zog sich gegen Braunschweig nach einer Viertelstunde einen Muskelfaserriss in der linken Wade zu. „Es könnte sein, dass die Saison für mich beendet ist“, so Schaller.

Am kommenden Sonnabend empfangen die Ahrensburger dann den direkten Konkurrenten Hamburger Polo Club (14.30 Uhr, Kreissporthalle). „Eine Niederlage wäre angesichts des Restprogramms kein Beinbruch“, sagte Führer, weil er sich auch aus den letzten beiden Partien gegen Club an der Alster II und Uhlenhorster HC II Punkte ausrechnet, während das neue Tabellenschlusslicht aus Hamburg nach dem Duell mit dem THCA noch gegen den Spitzenreiter Harvestehuder THC II und beim ambitionierten Club zur Vahr antreten muss. „Dennoch muss es unser Anspruch sein, das Spiel zu gewinnen“, so Führer weiter.

Ein „Dreier“ gegen Polo würde angesichts der dann vier Zähler Vorsprung den fast sicheren Klassenerhalt bedeuten – und somit den jüngsten Erfolg gegen Braunschweig als wichtigsten Saisonsieg ablösen.