Reinbek

Andreas Lange fährt drei Wochen ins Höhentrainingslager

Während sich seine Kommilitonen heute wieder auf den Weg in die Uni machen, um Statistik, Unternehmensführung, Personalmanagement oder Mikroökonomie zu pauken, nimmt sich der Reinbeker Andreas Lange eine Auszeit vom Studium der Betriebswirtschaftslehre.

Reinbek. Der 22-Jährige von der LG Reinbek-Ohe hat sich für drei Wochen ins Höhentrainingslager nach Flagstaff (USA) verabschiedet. Dort will sich der Mittelstreckenläufer im auf mehr als 2000 Metern hoch gelegenen beliebten Trainingsrevier im US-Bundesstaat Arizona auf die kommende Saison vorbereiten.

„Die Grundlage für Erfolge im Sommer wird bekanntlich schon Monate zuvor im Herbst und Winter geschaffen“, sagte Lange, der erstmals in der Höhe trainiert. Durch die vermehrte Produktion roter Blutkörperchen sollen die Kapazität von Sauerstoffaufnahme und -kapazität verbessert werden. „Ich verspreche mir davon eine Verbesserung der Ausdauer“, sagte er. Zunächst einmal wird es darum gehen, sich an die Bedingungen zu gewöhnen. Am Anfang stehen für die von Bundestrainer Henning von Papen geleitete achtköpfige Trainingsgruppe des Deutschen Leichtathletik-Verband zur Akklimatisierung Wandertouren und langsame Dauerläufe auf dem Programm. Später folgen bis zu zwölf Trainingseinheiten pro Woche. Obwohl Lange seit kurzem zum DLV-Junior-Elite-Team zählt, muss er einen Teil der Kosten selbst tragen.

Wenn der Reinbeker von den vergangenen Monaten erzählt, ist von der Enttäuschung nach der knapp verpassten Medaille bei den Junioren-Europameisterschaften im Juli in Tampere (Finnland) nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Mit dem nötigen zeitlichen Abstand spricht er von einer „Hammersaison“. Lange: „Ich habe meine Bestzeit über 800 Meter um fast zwei Sekunden verbessert, und Platz vier bei der EM ist auch nicht so schlecht.“

Für das kommende Jahr erhofft er sich eine weitere Steigerung. Lange: „Dafür ist es wichtig, verletzungsfrei zu bleiben.“ Seine Ziel sind die Europameisterschaften in Zürich (12. bis 17. August). Als reizvoll bezeichnet er aber auch die Staffel-Weltmeisterschaften am letzten Mai-Wochenende in Nassau (Bahamas).

( (tj) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport