Reinbek

TSV Reinbek ist Deutschlands Nummer drei

| Lesedauer: 3 Minuten
Arne Bachmann

Stormarner schlagen bei nationalen Meisterschaften der Seniorenfußballer in Berlin zweimal den FC Bayern München

Reinbek. Die TSV Reinbek hat die drittbeste Senioren-Fußballmannschaft der Bundesrepublik. Bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklasse Ü 40 in Berlin besiegten die Stormarner im kleinen Finale den FC Bayern München mit 1:0. „Sensationell, kaum zu fassen“, suchte Kapitän Jens Krienke nach dem großen Erfolg nach Worten. Nur durch eine unglückliche Halbfinalniederlage im Elfmeterschießen blieb dem Team ein noch besseres Abschneiden verwehrt.

„Wir hätten gerne gegen Hansa Rostock gespielt“, so Krienke. Die Vorjahressieger, die unter anderem mit dem ehemaligen Nationalspieler Stefan Beinlich angetreten waren, verteidigten ihren Titel im Endspiel gegen den SV Hermersberg, der zuvor die TSV Reinbek glücklich ausgeschaltet hatte. Nachdem es nach regulärer Spielzeit 0:0 gestanden hatte, setzte sich Hermersberg mit 6:5 nach Elfmeterschießen durch, obwohl Torwart Frank Böse zweimal parierte. Den entscheidenden Elfmeter vergab Reinbeks Oliver Schweißing.

Das Turnier in Berlin dauerte zwei Tage. An Tag eins wahrten die Reinbeker durch drei Unentschieden ihre Chance, sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Zu Beginn trennte sich die Mannschaft von Trainergespann Carsten Hoffmann und Frank Schomann 1:1 vom SSV Troisdorf, das Premierentor erzielte Carsten Müller-Waidikat. In der zweiten Partie kassierten die Stormarner gegen FV 09 Schwalbach nach Toren von Rogerio Afonso und Schweißing in der Schlussminute das 2:2, gegen Hertha BSC Berlin gab es 0:0.

„Das Quäntchen Glück, das uns am ersten Tag fehlte, wollten wir uns im letzten Vorrundenspiel über den Kampf zurückholen“, so Krienke. Gegen den FC Bayern musste ein Sieg mit zwei Toren Unterschied her und nach Krienkes Eigentor zum 0:1 schien der Traum vom Halbfinale ausgeträumt. „Was wir dann aber für eine Moral und einen Tempofußball gezeigt haben, war vom Allerfeinsten“, so Krienke. Sein Bruder Andreas traf zum Ausgleich, Frank Tobias-Leroy und Matthias Stuhlmacher stellten noch vor der Pause das benötigte 3:1 her. In Unterzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Günter Reckstadt rettete die TSV das Ergebnis über die Zeit.

15 Minuten Pause zwischen dem Kraftakt gegen die Münchner und dem Halbfinale reichten schließlich nicht als Regenerationszeit. „Das war viel zu wenig“, so Krienke, dessen Team zwar aktiver war, um den gegnerischen Defensivriegel zu knacken, fehlten aber die entscheidenden Körner.

Das Spiel um Platz drei, wiederum gegen Bayern, und erneut nach kurzer Pause, wollten die Reinbeker direkt im Elfmeterschießen austragen, der Gegner aber bestand auf ein Kräftemessen über die volle Distanz – und verlor dennoch zum zweiten Mal. Tobias-Leroy traf zum 1:0-Sieg für die völlig ausgelaugten Reinbeker. Die Rückmeldungen, die die Stormarner von Veranstaltern, Gegnern und den 80 mitgereisten Fans bekamen, gab Krienke so wieder: „Mit unserem Auftritt haben wir Reinbek in die Welt getragen.“

Nur wenige Tage nach dem Abenteuer in Berlin geht für Reinbeks Senioren an diesem Sonnabend das Tagesgeschäft weiter – mit einem Kreisklassenspiel beim Düneberger SV.

Kader der TSV Reinbek in Berlin: Frank Böse, Oliver Rauschan, Christian Antonczyk, Olaf Arnheim, Andreas Krienke, Christoph Pommer, Axel Tittko, Günter Reckstadt, Jens Krienke, Rogerio Afonso, Oliver Schweißing, Carsten Müller-Waidikat, Marco Schober, Thomas Eschenburg, Frank Tobias-Leroy, Matthias Stuhlmacher, Michael Meixner, Bernd Reinke, Jens Wacker, Dieter Nowicki.

( (aba) )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Sport