Ahrensburg

Die letzte Kreisliga Stormarn: Reinfeld in der Favoritenrolle

Am morgigen Freitag beginnt für die Fußballer die Übergangssaison zur gemeinsamen Kreisliga Stormarn/Lauenburg. Hinter den sechs Spitzenclubs wird die Luft dünn

Ahrensburg. Mit der Partie WSV Tangstedt II gegen SV Hamberge nimmt am Freitagabend die Kreisliga Stormarn den Spielbetrieb auf. Für die 16 Fußballteams ist es eine besondere Saison - denn in einem Jahr kommt die gemeinsame Kreisliga Stormarn/Lauenburg. Wer siebtklassig bleiben will, muss voraussichtlich mindestens Elfter werden. Über die Frage, wer aufsteigt, sind sich die Trainer der Liga fast einig.

TSV Bargteheide: Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga will man sich in Bargteheide Zeit nehmen für einen Neuaufbau. Saisonziel mit einer nochmals verjüngten Mannschaft ist ein Platz unter den ersten sechs. In der Vorbereitungsphase legte das Team von Trainer Maik Kohrs, der acht Neuzugänge verpflichtete, allerdings noch durchwachsene Auftritte hin. Gleich das erste Saisonspiel beim starken Bargfelder SV dürfte richtungweisend sein.

SV Preußen Reinfeld: Der amtierende Vizemeister ist der Topfavorit auf Platz eins, so sehen es jedenfalls die Trainer der Konkurrenz. Die Mannschaft, die in der vergangenen Saison in 30 Spielen 102 Tore erzielte, ist großteils zusammengeblieben, nur der Abgang von Stürmer Thomas Aldermann (29 Treffer) schmerzt. Zu Saisonbeginn müssen sich die Reinfelder aber zunächst von hinten durch das Feld quälen. Wegen zu weniger Schiedsrichtermeldungen starten sie mit drei Minuspunkten.

SSC Hagen Ahrensburg II: Am Hagen formuliert man seine Ziele offensiv: "Wir wollen in die Verbandsliga aufsteigen", sagt Trainer Andreas Krüger, dessen Schützlingen in der Vorsaison als Dritter fünf Punkte auf Preußen Reinfeld fehlten. In der Sommerpause besiegten die Schlossstädter unter anderem den klassenhöheren Rahlstedter SC mit 3:1. Mitentscheidend wird, wie der SSC II es wegsteckt, wenn die "Erste" in der Schleswig-Holstein-Liga personelle Unterstützung benötigt.

SSV Pölitz: Ungeachtet der schlechten Testspielergebnisse geht auch der SSV Pölitz ambitioniert in die neue Saison, Ziel ist ein Platz unter den ersten drei - trotz der großen Konkurrenz. "Ich erwarte, dass die Kreisliga so ausgeglichen wird, wie noch nie", so Trainer Sascha Vogt, der eine Mannschaft mit einem Altersschnitt von 21 Jahren in das Rennen schickt.

Bargfelder SV: Aus den acht Spielen gegen die besten vier Teams holten die Bargfelder in der vergangenen Saison lediglich einen Punkt. Nach einem Jahr Erfahrung soll die Mannschaft, die großteils aus der eigenen A-Jugend kam, den nächsten Schritt machen.

SC Elmenhorst: Der Geheimfavorit. Mit Trainer Georg Jobmann (kam bereits im Winter) und Spielern wie Lars Weltin und Jan-Henrik Jobmann (vom SSC Hagen Ahrensburg) hat sich der SCE namhaft verstärkt und wurde in der Vorbereitung aufmerksam von der Konkurrenz verfolgt. "Ich sehe uns nicht ganz oben", sagt dagegen der Coach. "Aber wir wollen besser abschneiden, als letzte Saison."

WSV Tangstedt II: Mit dem Tabellensiebten der vergangenen Saison beginnt das breite Verfolgerfeld, das sich um die Qualifikation für die neue Kreisliga Stormarn/Lauenburg streitet. Vergangene Saison schafften die Tangstedter mit dem zweitschlechtesten Angriff der Liga einen gesicherten Mittelfeldplatz.

TSV Zarpen: Günter Schmidt hat sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Neuer Trainer ist Sören Warnick, der in seiner aktiven Laufbahn unter anderem für Altona 93 in der Regionalliga auflief und seit zwei Jahren in Zarpen wohnt. Warnick: "Wenn es optimal läuft, sind wir für Überraschungen gut. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen." Unterstützt wird der 38-Jährige vom ebenfalls neuen Co-Trainer Dieter Ohm.

SV Hamberge: Trainerwechsel auch in Hamberge. Nach fast vier Jahren verabschiedete sich Jörg Röricht. Zuvor hatte es zwischen ihm und den Vereinsoffiziellen unterschiedliche Vorstellungen von der sportlichen Ausrichtung gegeben. Es übernimmt Michael Kirschner, der zuletzt in der Ü 32 des SVH spielte. Drei Minuspunkte erschweren den Kampf um den Klassenerhalt.

TuS Hoisdorf: Mit einem Altersschnitt von 19,75 Jahren ist die Mannschaft des TuS Hoisdorf die jüngste der Liga. Torwart Peter Simmerlein ist der einzige Neuzugang. Trainer Karsten Fleischer hat unter der Saison noch Abgänge zu befürchten, da sich einige Abiturienten an Universitäten fern der Heimat beworben haben. "Wir wollen unbedingt in die neue Kreisliga", so Fleischer.

FSG Südstormarn: "Wir haben im konditionellen Bereich sehr gut gearbeitet", sagt Florian Bergmann, der gemeinsam mit Frank Krüger und Christakis Joannou den Trainerstab bildet. Aber: "Spielerisch sind wir noch nicht so weit." Dennoch wolle man sich so schnell wie möglich im Mittelfeld der Tabelle festsetzen.

FC Ahrensburg: Udo Stroinski übernahm in der Sommerpause die Geschicke des FCA, beerbte Frank Levenhagen. Der 57-Jährige trainierte bereits die Teams des SV Türkspor Bad Oldesloe und des SV Großhansdorf, zuletzt war er in Hoisdorf als Manager der Zweiten Herren tätig. In Ahrensburg will er vor allem Wert auf Disziplin legen. Sechs Spieler verließen den Verein, zehn neue kamen. Noch ist die Kaderplanung nicht abgeschlossen.

SV Türkspor Bad Oldesloe: Die Oldesloer kassierten in der letzten Saison 101 Tore und retteten sich trotzdem irgendwie. Diese Saison droht der Sturz in die Kreisklasse.

Witzhaver SV: Wie Reinfeld und Hamberge muss auch der Witzhaver SV mit drei Minuspunkten in die Saison gehen. Die Mannschaft von Trainer Wolfgang Spethmann braucht einen deutlichen Leistungssprung gegenüber der letzten Saison, will sie den Sprung in die Kreisliga Stormarn/Lauenburg schaffen.

SV Meddewade: Der SVM feierte souverän den Meistertitel in der Kreisklasse A und damit den Aufstieg. Im Vorjahr hatte es nur zu Rang sieben gereicht. Nur wenn sich das Team wieder so steigern kann, ist Platz elf möglich.

VfL Rethwisch: Ähnliches gilt für die Mannschaft von Kay Chylla, die als Kreisklassenzweiter mit Meddewade aufstieg. Zwei Auswärtsspiele zu Beginn geben einen Vorgeschmack auf eine harte Saison.