Ahrensburg

Es bleibt beim Punktabzug gegen den SSC Hagen

Dem Widerspruch des SSC Hagen Ahrensburg gegen den Punktabzug für die Schleswig-Holstein-Liga-Mannschaft ist nicht stattgegeben worden.

Ahrensburg . Das hat der Vorstand des Kreisfußballverbandes in Abstimmung mit dem Kreisschiedsrichterausschuss entschieden.

Weil der Verein zum zweiten Mal hintereinander zu wenig Schiedsrichter meldete, muss die erste Mannschaft mit drei Minuspunkten in die Saison starten. Der SSC um den für das Schiedsrichterwesen zuständigen Manfred Kommritz hatte Beschwerde dagegen eingelegt, dass drei Schiedsrichteranwärter vom Kreisschiedsrichterausschuss nicht anerkannt wurden. Die Tauglichkeit von Vincent Janelt (Mittelfeldspieler des Schleswig-Holstein-Ligisten), Matthias Kirchner (Torwart der zweiten Mannschaft) und Lukas Ludewig werde sehr in Frage gestellt, hieß es in der Begründung. Die Entscheidung fiel nach drei Monaten, obwohl die Probezeit ein Jahr dauern kann.

"Ich kritisiere, dass es keinen Warnschuss gegeben hat", sagte Kommritz. "Eine Gelbe Karte hätte ich gern angenommen. Aber so finde ich das Vorgehen sehr enttäuschend." Den drei Anwärtern wird vorgeworfen, Spielberichte nicht rechtzeitig eingereicht zu haben und zu selten einsatzbereit gewesen zu sein.

Vincent Janelt sagt: "Die Winterpause hat sehr lange gedauert, die Hälfte der Spiele sind ausgefallen. Deswegen konnte ich gar nicht so viele Spiele pfeifen. Dass ein Einsatz als Spieler in der Schleswig-Holstein-Liga im Zweifel vorgeht, sollte nachvollziehbar sein." Der Anregung, den bereits bestandenen Lehrgang nochmals zu durchlaufen, will Janelt nicht nachkommen. "Es heißt immer, es würden Schiedsrichter benötigt. Dass man dann drei Anwärter abzieht, ohne sie überhaupt einmal im Einsatz gesehen zu haben, empfinde ich als große Frechheit."

Dem Verbandsligaclub WSV Tangstedt werden entgegen anderer Aussagen keine Punkte abgezogen.