Ahrensburg

Tennisherren des THC Ahrensburg kämpfen bravourös

Die Tennisherren 30 besiegen Safo Frankfurt mit einem 5:4-Erfolg. Die Entscheidung um den Verbleib in der Zweiten Bundesliga fällt am letzten Spieltag.

Ahrensburg. Die Tennisherren 30 des THC Ahrensburg dürfen nach dem 5:4-Erfolg über den SC Safo Frankfurt vage auf einen Verbleib in der Zweiten Bundesliga hoffen. Lars Borgstede dämpft eine zu hohe Erwartungshaltung: "Aus eigener Kraft können wir die Liga nicht halten", sagt Ahrensburgs Mannschaftsführer vor dem letzten Spieltag am kommenden Sonnabend (20. Juli).

Er weiß um die geringe Chance, den sicher geglaubten Abstieg zu vermeiden. Borgstede: "Wir müssen unsere Begegnung bei der TG Westfalia Dortmund gewinnen und gleichzeitig auf einen Ausrutscher des SC Safo Frankfurt oder TC Biberach hoffen."

Die Situation: Zwei von acht Teams der zweiten Bundesliga steigen in die Regionalliga ab. Die auf Tabellenrang sieben liegenden Ahrensburger trennt nur die schlechtere Matchpunkte-Bilanz von den punktgleichen Frankfurtern und Biberachern. Mit zwei Punkten Abstand am Tabellenende: der TC RC Sport Leipzig. Für Borgstede in dem Dreikampf kein ernst zu nehmender Konkurrent. "Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn die Leipziger zu Hause den verlustpunktfreien Tabellenführer TC Blau-Weiß Wesel-Flüren besiegen und gleichzeitig alle drei Mannschaften ihre Partien verlieren", so der Ahrensburger, der aus dem zweiten Saisonsieg neue Motivation schöpft.

Der Erfolg der Stormarner über die Frankfurter hing allerdings am seidenen Faden: Nach zwei hart umkämpften Sätzen (7:6, 6:4) war es Kasper Warming, der im entscheidenden Doppel an der Seite von Borgstede gegen die Frankfurter Markus Kämpfer/Moritz Szelzki den Matchball sicher verwandelte.

Der Däne schloss den letzten Ballwechsel mit einem platzierten Volleyschlag aus dem Halbfeld ab. Während er sich mit seinem Doppelpartner abklatschte, stürmte Ahrensburgs Mannschaft - längst geschlossen auf den Zuschauerrängen versammelt - auf den Platz, um den zweiten Bundesligasieg zu feiern. Dabei begann es für die Schlossstädter alles andere als vielversprechend: Der an Nummer eins gesetzte Michael Jeglinski brach seine Auftaktpartie nach dem ersten Satz (1:6 gegen Benedikt Stronk) verletzungsbedingt ab. Knapp 120 Fans auf der Tennisanlage an der Fannyhöh erlebten im Anschluss Warmings Zweisatzsieg (6:2, 6:3) gegen Kämpfer.

Und die Zeichen standen für die Ahrensburger weiterhin auf Sieg: Jochen Werner behauptete sich gegen Marco Blohm (6:3, 4:6, 10:1), Florian Merkel setzte sich 6:7, 6:1, 10:8 gegen Jens Helfferich durch. "Starkes Spiel von Florian, der für unsere Mannschaft in der Bundesliga sein erstes Einzel gewonnen hat", sagt Borgstede, der bei der 1:6, 4:6-Niederlage gegen Szelzki auf verlorenem Posten stand. Gleiches galt für Dean Danzi, der dem Frankfurter Mark Reinhard 0:6, 3:6 unterlag.

Nach einer längeren Behandlungspause ging Jeglinski mit Doppelpartner Danzi erneut an den Start. Jedoch ohne Erfolg: Die Ahrensburger verloren ihr Match gegen Benedikt Stronk und Blohm (1:6, 5:7). Werner/Merkel sorgten gegen Helffrich/Mark Reinhard (6:2, 6:4) für den wichtigen vierten Zähler, ehe Borgstede/Warming den Deckel zumachten.

Am kommenden Sonnabend fällt die Entscheidung über einen möglichen Klassenverbleib der Ahrensburger. Dass der Tabellendritte aus dem Ruhrpott keine unlösbare Aufgabe ist, bewiesen die Biberacher vor einigen Wochen: Der Abstiegskandidat schickte die Nordrhein-Westfalen mit einer 6:3-Niederlage im Gepäck nach Hause.