Tremsbüttel

Auf den Schreckensmoment folgt die Tremsbütteler Meister-Sause

Sponsoren waren eingeladen, mehr Zuschauer als üblich wurden erwartet, ein Rahmenprogramm war vorbereitet.

Tremsbüttel. Alles war angerichtet für den Saisonabschluss des Kreisligameisters VfL Tremsbüttel, als Trainer Marco Schier ein gehöriger Schreck eingejagt wurde. Das Spiel gegen die Fußballer des SV Hamberge drohte auszufallen.

"Einen Tag vorher haben mir die Hamberger mitgeteilt, dass sie wegen Personalproblemen nicht antreten können", so Schier, dessen Schützlinge schon vergangene Woche gegen den SV Türkspor Bad Oldesloe kampflos den Aufstieg in die Verbandsliga Süd-Ost perfekt gemacht hatten. "Ich bin froh, dass sie doch noch gekommen sind", sagte Schier nach dem 6:1 (4:0)-Erfolg. Der Trainer hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Gäste waren schließlich sogar mit 15 Spielern angereist.

Keinen Nervenkitzel musste der Coach am Spieltag selbst ertragen. Mit dem Treffer zum 1:0 durch Dirk Schneider (2. Minute) begannen die Feierlichkeiten ohne Verzögerung. 150 Zuschauer sahen die erwartet einseitige Partie zwischen den Teams, die von den E-Jugendlichen aus Tremsbüttel und des TSV Bargteheide auf den A-Platz an der Hauptstraße 66 geführt wurden.

Der feierliche Einlauf war nicht die einzige Besonderheit zum Saisonabschluss. So wurden die Teams der Tremsbütteler A-Junioren und der Frauen geehrt. Beide schafften den Aufstieg in die Kreisliga. Bei der anschließenden Party im Clubhaus sorgte ein DJ für die akustische Untermalung. Mal wieder transportierte die Mannschaft dabei ihre gute Kondition vom Spielfeld an den Tresen. Wie schon in der Woche zuvor fanden einige Mannschaftsmitglieder erst in den Morgenstunden den Weg ins Bett. "Ich habe diesmal bis 3.30 Uhr durchgehalten", sagte Schier.

Eine offizielle Pokalverleihung gibt es in der Kreisliga nicht. Die Tremsbütteler mussten ihren Henkelpott selbst herbeischaffen. Schier: "Den haben wir aus dem Clubheim geholt. Wir haben den Pokal vor ein paar Jahren beim Sommerturnier in Grabau gewonnen."

Ein neuer Cup könnte in vier Wochen in die Pokalvitrine wandern. Vom 21. bis 23. Juni tritt der VfL bei der inoffiziellen Deutschen Kreisligameisterschaft an. Für das Turnier in Oldenburg qualifizieren sich die zwölf besten Kreisligateams der Republik. Mit der Bilanz von 29 Siegen aus 30 Spielen (Punkteschnitt 2,9) bei 137:14 Toren belegen die Stormarner den fünften Rang. Für das ungewöhnliche Event verkürzt das Team, das in der nächsten Saison komplett zusammen bleibt, die Sommerpause um zwei Wochen.