Steinburg

Eichede siegt - und verliert Dennis Wagner durch brutales Foul

5:1-Erfolg gegen Altenholz wird juristisches Nachspiel haben

Steinburg. Es lief die 25. Minute des Fußballspiels zwischen dem SV Eichede und dem TSV Altenholz, als der Altenholzer Norbert Somodi das umsetzte, was er laut mehreren Ohrenzeugen angekündigt hatte: Er foulte Dennis Wagner so brutal, dass sich der Mittelfeldspieler des SVE einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog. "Was er vorher im Wortlaut gesagt hat, möchte ich nicht wiedergeben, weil es sich um ein schwebendes Verfahren handelt", sagte Oliver Zapel nach der Partie, die seine Mannschaft letztlich mit 5:1 (1:1) gewann. Der Trainer der Steinburger stellte damit klar, dass gegen den Altenholzer Zivilklage erhoben wird. "Wir haben die Szene auf Video und es gibt diverse Zeugen, die gehört haben, was Somodi gesagt hat."

Auf dem Platz kam Somodi zunächst straflos davon. Die Rote Karte sah er nicht. Gästetrainer Harry Witt wechselte den 33-Jährigen aber aus, bevor wieder Fußball gespielt wurde.

Die Partie war rund 45 Minuten unterbrochen. Wagner wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht und operiert. Zu allem Unglück traten dabei weitere Komplikationen auf. Ein Gefäß im Fuß wurde in Mitleidenschaft gezogen, der 24-Jährige musste sogar auf die Intensivstation verlegt werden. Inzwischen habe sich Wagners Kreislauf wieder stabilisiert, so Zapel. Über seinen Mittelfeldstrategen sagte der Coach: "Es gibt kaum jemanden, der es so verdient gehabt hätte, in der Aufstiegsrunde zu spielen."

Bis zum Seitenwechsel tat sich der SV Eichede zunächst schwer, obwohl sich die Gäste in der 33. Minute selbst dezimierten. Patrik Borger, der schon in der Zweiten Bundesliga das Tor des FC St. Pauli hütete, sah "Rot" wegen absichtlichen Handspiels außerhalb des Strafraums. In Unterzahl glich der TSV durch René Joswig aus (43. Minute).

Im zweiten Durchgang schossen Benedict Kummerfeldt (50.), Moritz Hinkelmann (58.), der Altenholzer Jens Witthöft durch ein Eigentor (83.) und Jan-Henrik Schmidt (87.) den SVE zu einem deutlichen Sieg. Zapel: "Es ist bemerkenswert, wie die Spieler binnen kürzester Zeit ihre Wut in sportliche Energie umgewandelt haben."

Ihr letztes Ligaspiel absolvieren die Steinburger am Sonntag (15 Uhr, Matthias-Claudius-Straße) gegen den VfB Lübeck II, der mit einem Kader von 12 Spielern anreisen wird.

SV Eichede: Berndt - Fischer, M. Hinkelmann, Jan-Ole Rienhoff, Meyer (11. Jacob Rienhoff) - Koops, Wagner (25. Krajinovic) - Kummerfeldt, Kossowski, Maltzahn - Schmidt.