Ahrensburg

FSG Südstormarn ärgert Tremsbüttel nur 45 Minuten

Träume der Kreisligafußballer enden mit Schneiders lupenreinem Hattrick

Ahrensburg. "Wenn man gegen den VfL Tremsbüttel punkten will, muss man mehr als nur einen halben guten Tag erwischen", resümierte Trainer Florian Bergmann nach der erwartbaren 1:6 (1:1)-Niederlage der FSG Südstormarn. Eine Halbzeit lang war das Konzept der Fußballer beim haushohen Favoriten und Tabellenführer der Kreisliga Stormarn aufgegangen.

"Wir haben es im ersten Durchgang geschafft, dem Gegner das Leben schwer zu machen", so Bergmann. Dass Jannik Vollert nach einem der wenigen Gegenangriffe zum 1:1 traf, setzte der guten Defensivleistung die Krone auf. Zwar verringerte sich der Abstand der FSG auf den Abstiegsplatz auf acht Punkte, weil der Witzhaver SV gegen den FC Ahrensburg (3:0) ein Lebenszeichen von sich gab. Angesichts der Leistung in Halbzeit eins aber muss man sich in Lütjensee keine Sorgen machen.

Als Teilerfolg wollte Bergmann das Spiel trotzdem nicht verbuchen. Als positiven Aspekt zog er vielmehr einen erhofften Lerneffekt heraus. "Jetzt weiß die Mannschaft, was passiert, wenn sie nicht voll dagegen hält. Die Tore zum 1:2 und 1:3 haben uns gebrochen." Dirk Schneider beendete mit seinem Hattrick die Träume der Gäste und bleibt mit nunmehr 27 Saisontreffern erster Anwärter auf die Torjägerkanone.

Auch beim SV Preußen Reinfeld war es der Torschütze vom Dienst, der die Weichen auf Sieg stellte. Gegen den SV Türkspor Bad Oldesloe erzielte Thomas Aldermann die ersten beiden Treffer des Spiels und liegt nun bei 19 Toren. Der Tabellenzweite behauptete durch das 5:0 (1:0) den Vorsprung auf den SSC Hagen Ahrensburg II, der seine Negativserie von vier Spielen ohne Sieg beendete. In der Vorwoche hatten die Ahrensburger noch eine 0:2-Heimniederlage gegen den TuS Hoisdorf kassiert.

Nicht nur an dem Überraschungssieg am Hagen gemessen war es Enttäuschung, die in Hoisdorf nach dem 2:2 (0:0) gegen den TSV Zarpen herrschte. "Es wäre wichtig gewesen, jetzt nachzulegen", sagte Trainer Karsten Fleischer, nachdem sich ein an der Öjendorfer Landstraße altbekanntes Phänomen gezeigt hatte. "Es ist oft so, dass wir uns gegen vermeintlich schwächere Gegner schwerer tun, als gegen Favoriten." Den Anschlusstreffer nach einer verdienten 2:0-Führung kassierten seine Schützlinge in der Folge eines eigenen Eckballs. Den Ausgleich besorgte Maurice Weber mit dem Hinterkopf in den eigenen Kasten.