Oststeinbek

Oststeinbeks Landesligafußballer glänzen mit Moral

Die Stormarner gewinnen nach einem 0:2-Rückstand gegen den FC Türkiye noch mit 4:2. Gegner sieht in hektischer Schlussphase zweimal "Gelb-Rot"

Oststeinbek. Die Zuschauer, die anlässlich des Spiels zwischen dem Oststeinbeker SV und dem FC Türkiye dem Meessen einen Besuch abstatteten, wurden mit einer Frage begrüßt. "Gleich wieder ein Fußball-Krimi?" lasen sie auf der Titelseite des Hefts, das an der Kasse auslag. Nach 90 Minuten Landesligafußball hatten beide Teams die erhoffte Antwort, ein Spektakel geliefert - passend zum Namen der Stadionzeitung. Die Stormarner gewannen eine packende Partie mit 4:2 (1:2).

Trainer Stefan Kohfahl sprach nach dem ersten Spiel des Jahres treffend von einer "Punktlandung". Um wieder sicheren Boden unter den Füßen zu spüren, hatten seine Schützlinge allerdings so manche unsichere Runde drehen müssen.

Den Anfang machte Rafael Monteiro, der vor der eigenen Eckfahne den Halt verlor und dadurch Kadim Yildiz ungestört flanken ließ. Onur Tüysüz köpfte problemlos zur Gästeführung ein (3. Minute). In der 22. Minute war es abermals der Mittelstürmer, vor dem Kohfahl ausdrücklich gewarnt hatte, der eine Abstimmungsschwierigkeit in der Oststeinbeker Defensive aufdeckte - 0:2. Neben Abwehrchef Saboor Khalili lief erstmals Jan Novotny auf. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stabilisierte sich der 19-Jährige. "Von den drei Neuzugängen hat er mir heute am besten gefallen", sagte Kohfahl.

Bester Mann auf dem Platz war aber nicht zum ersten Mal in dieser Saison Michael Meyer. Kaum zu glauben, dass sein Anschlusstreffer (25.) das erste Saisontor des Mittelfeldmotors war. Nach dem Seitenwechsel leitete er mit seiner achten Torvorlage den Ausgleich durch Alpaslan Arslan (73.) und damit eine hektische Schlussphase ein.

"Es war wichtig, dass wir in dieser Phase, in der unser Angriffsspiel etwas abflaute, getroffen haben", sagte Kohfahl. Die Wilhelmsburger, die die Partie nach Gelb-Roten Karten gegen Marcel Peters (77.) und Cihad Karakas (85.) wie schon im Hinspiel mit neun Mann beendeten, hatten in der Schlussphase dem direkten Passspiel des OSV nichts mehr entgegen zu setzen. Onur Ulusoy brachte die Stormarner gegen seine ehemaligen Kollegen endgültig auf die Siegerstraße (79.), Monteiro sorgte mit einer technischen Glanzleistung für den 4:2-Endstand (84.).

Oststeinbeker SV: Ceylani - D. Stenzel, Novotny, Khalili, Mokaddem - Meyer (89. Hartmann), Ulusoy - Monteiro, Arslan, Eren (90. Nienhaber) - Örün (46. Weiß).