Siek II bewahrt im Abstiegskampf die Nerven

Tischtennisherren gewinnen Regionalligaspiel in Friedrichsort 9:7. TSV Bargteheide verliert bei den Füchsen Berlin 4:9

Siek. Die Umgangsformen sind bisweilen rau im Abstiegskampf der Regionalliga Nord. Das merkten die Tischtennis-Herren des SV Siek II auch im Auswärtsspiel beim SV Friedrichsort, das sie 9:7 gewannen. Grußlos ging man auseinander. Die Gemüter erhitzten sich an einer Szene des Abschlussdoppels. "Bist du denn bescheuert?", fragten die Sieker ihren Teamgefährten Sven Brockmüller. Der hatte im fünften Satz mit Partner Ali Walaa Hazaah Matchball, als er die Kugel absichtlich ins Netz schob. Vorausgegangen waren Diskussionen um einen angeblich nicht regelkonformen Aufschlag Brockmüllers, den Karsten Willhöft und Timo Arendt auf der anderen Seite erst nach ein paar Sekunden mitten im Ballwechsel monierten - nicht statthaft. Dem Schiedsrichter blieb letztlich keine andere Wahl: "10:9 für Siek."

Brockmüller wollte fair sein und schenkte den Gastgebern entgegen dem Ratschlag der Mitstreiter das 10:10. Respekt brachte ihm die Geste nicht ein, nur eisiges Schweigen der Gegner hinterher. Das Sieker Schlussdoppel gewann 12:10, das ersparte Brockmüller wenigstens Vorwürfe aus den eigenen Reihen. In Abwesenheit des erkrankten Marcel Boeglin war es ein unerwarteter Erfolg des Neulings mit Jan-Philipp Hoffmann und Till Rahberger als Regionalliga-Debütanten. Die Sieker überflügelten den TSV Bargteheide, der bei den Füchsen Berlin 4:9 unterlag.

Für den SV Siek II punkteten: Ali Hazaah, Mulid Kushov (je 2), Jan Hauberg, Sven Brockmüller, Brockmüller/Hazaah (2), Kushov/Mussäus.

Für den TSV Bargteheide punkteten: Christian Velling (2), Ole Markscheffel, Ole Markscheffel/Christian Velling.

( (wh) )

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