Stormarn
Tischtennis: Stormarn - TTC Schwalbe Bergneustadt: 9:2

Siek deklassiert den Favoritenschreck

Spielertrainer Wang Yansheng hat mit 14:3-Siegen die drittbeste Gesamtbilanz in der Zweiten Bundesliga Nord.

Siek. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Diese Aussage des früheren Fußball-Bundestrainers Sepp Herberger lässt sich auch auf die Tischtennis-Herren des SV Siek münzen. Kaum hatten die Mannen um Spielertrainer Wang Yansheng die Hinrunde in der Zweiten Bundesliga Nord dank des überzeugenden 9:2 bei "Favoritenschreck" TTC Schwalbe Bergneustadt auf dem dritten Rang beendet, richteten sie ihren Blick schon wieder nach vorn. Dieser Sieg ist nach Ansicht von Sascha Nimtz jedenfalls nichts wert, wenn die Sieker zum Rückrundenauftakt am 9. Januar gegen Hertha BSC patzen.

"Wir brennen auf Revanche für die Hinspielniederlage und wollen bis dahin unbedingt unsere Form konservieren", versicherte der Mannschaftskapitän der Stormarner. Zwischen Weihnachten und Neujahr, wenn die Kicker die Beine hochlegen, werden deshalb schon wieder fleißig die "Kellen" geschwungen. Lennart Wehking, Nummer zwei der Sieker Mannschaft, hat somit gar keine Verschnaufpause, geht er doch vorher noch beim Bundesranglisten-Finale Top 16 im westfälischen Löhne (19./20. Dezember) an den Start. Möglicherweise leistet ihm Nimtz dort Gesellschaft, nachdem der Teamgefährte mittlerweile an die erste Stelle der Ersatzliste hoch gerückt ist.

Dass Mikkel Hindersson und Rafael Schulz ihr gemeinsames Doppel ebenso wie Wehking das nachfolgende Einzel in Bergneustadt jeweils 3:2 gewinnen konnten, wertete Nimtz als Grundstein des neuerlichen Erfolgs. Gegen die starke Mitte der "Schwalben" konnten er und Hindersson mit einer 4:1-Führung der Mannschaft im Rücken antreten, "das kommt im Unterbewusstsein zum Tragen und gibt einem doch den Tick mehr Lockerheit." Stabilisator der Mannschaft ist und bleibt aber Wang Yansheng, der wie Wehking zwei erfolgreiche Soloauftritte ablieferte und mit einer Gesamtbilanz in den Einzeln von 14:3 hinter dem Dortmunder Evgeny Fadeev (17:1) sowie dem Berliner Miroslav Bindatsch (15:3) das drittbeste Staffel-Resultat vorzeigte.

Lennart Wehking (8:8), Mikkel Hindersson (11:3), Sascha Nimtz (10:4), Mulid Kushov und Rafael Schulz (je 6:6) bewegten sich im Rahmen der Erwartungen, wobei die Sieker bei Wehking noch "Luft nach oben" sehen.

TTC Bergneustadt - SV Siek 2:9

Roman Rosenberg/Broda - Wang/Mulid Kushov 12:10, 9:11, 11:8, 10:12, 11:4; Mohammed Kushov/Eberhardt - Wehking/Nimtz 3:11, 6:11, 11:13, Delporte/Boris Rosenberg - Hindersson/Schulz 9:11, 11:7, 8:11, 11:3, 6:11; Ro. Rosenberg - Wehking 11:7, 7:11, 7:11, 12:10, 6:11; Mo. Kushov - Wang 7:11, 15:13, 5:11, 8:11; Broda - Nimtz 2:11, 11:9, 9:11, 8:11; Delporte - Hindersson 7:11, 7:11, 11:4, 11:13; Bo. Rosenberg - Schulz 11:2, 11:4, 11:7; Eberhardt - Mu. Kushov 12:14, 7:11, 11:4, 11:13; Ro. Rosenberg - Wang 6:11, 12:14, 7:11; Mo. Kushov - Wehking 8:11, 11:9, 6:11, 7:11.