Barsbütteler SV schwärzt Rivalen bei Verband an

Protest gegen Aumühler Sieg - Stormarner kämpfen mit allen Mitteln um den Aufstieg

Barsbüttel. Der Barsbütteler SV kämpft nun auch am grünen Tisch um den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Kurz vor Saisonende haben die Stormarner beim Hamburger Fußball-Verband (HFV) Protest gegen die Wertung des 1:0-Siegs des für sie nicht mehr einzuholenden Tabellenführers TuS Aumühle-Wohltorf vor einer Woche gegen den SV Nettelnburg-Allermöhe eingelegt. Hintergrund sind Zweifel an der Spielberechtigung von Orhan Baskir, der im Sommer 2010 von Barsbüttel nach Aumühle gewechselt war. Ein Punktabzug gegen den TuS würde Barsbüttel, einen Sieg in der abschließenden Partie gegen Croatia (Sonntag, 15 Uhr, Soltausredder) vorausgesetzt, zumindest in die Aufstiegsrunde bringen.

Baskir, so die Darstellung seitens des BSV, hatte bei seinem Wechsel einen Amateurvertrag unterschrieben. Gemäß den Statuten wurde daher keine Ablösesumme fällig. "Wir wissen aber, dass die für Spieler mit Amateurvertrag vorgeschriebenen Sozialabgaben vom Verein nicht gezahlt wurden", sagte Barsbüttels Trainer Oliver Zapel. Schon morgen Abend will sich das HFV-Sportgericht mit dem Fall beschäftigen. Sollte das Gremium entgegen der Erwartungen der BSV-Verantwortlichen keinen Punktabzug verfügen, bliebe den Stormarnern noch die Hoffnung auf eine Niederlage des Tabellenzweiten GSK Bergedorf am Sonntag beim SC Europa.

Barsbüttel, fünf Punkte hinter Aumühle und drei Zähler hinter Bergedorf Dritter, präsentierte sich vor dem letzten Saisonspiel in Topform und gewann beim SC Hamm 02 klar mit 6:0 (4:0). Benedict Kummerfeldt glänzte als dreifacher Torschütze (10., 25., 73. Minute), außerdem trafen Fatih Koc (19., 83.) und Marcel Müller (37.).

Barsbütteler SV: Mai - Yaylaoglu, Müller (68. Thoele), Krauel, Sütcü (51. Exner) - Blay, Taneli - Koc, Kummerfeldt, Wüstefeldt - Gottschling (59. Weiß).