St.-Adolf-Stift

Hackerangriff? Krankenhaus Reinbek widerspricht

Eine Technik-Panne hat das St. Adolf-Stift in die Schlagzeilen katapultiert.

Eine Technik-Panne hat das St. Adolf-Stift in die Schlagzeilen katapultiert.

Foto: Susanne Tamm

Am Montag mussten mehrere Operationen verschoben werden. Die Klinik erklärt, dass der Fehler schnell behoben werden konnte.

Reinbek.  Eine technische Panne in der Nacht zum Montag am Reinbeker Krankenhaus St.-Adolf-Stift hat jetzt für Schlagzeilen gesorgt – Spekulationen, es habe es sich in Wirklichkeit um einen Hackerangriff gehandelt, weist die Klinik zurück: „Der hätte uns sicher länger als nur einige Stunden in Atem gehalten“, sagt St.-Adolf-Stift-Sprecherin Andrea Schulz-Colberg.

Tatsächlich sei ein Defekt auf dem Server aufgetreten, auf dem das Krankenhausinformationssystem liegt. Daraufhin hätte das System automatisch auf den zweiten Server umschalten müssen. Dies habe aber nicht funktioniert, weswegen laut Schulz-Colberg vorsorglich das Morgenprogramm der geplanten Operationen verschoben worden sei.

St.-Adolf-Stift: Technische Panne im Krankenhaus Reinbek

Denn auf dem Krankenhausinformationssystem iMed liegen sämtliche für eine Operation erforderliche Patientendaten. Um 11 Uhr habe die IT des St.-Adolf-Stiftes mithilfe eines Dienstleisters der Telekom alles wieder im Griff gehabt. Auf die Medikamentengabe habe der technische Defekt keinen Einfluss gehabt. Denn diese werden bereits im Spätdienst für den nächsten Tag für jeden Patienten vorbereitet.

Auch sonst habe es keine großen Probleme gegeben. Die ersten Eingriffe in den zehn OP-Sälen seien nach hinten verschoben und – bis auf drei planbare Operationen – noch am selben Tag nachgeholt worden. Die drei übrigen Patienten werden noch im Laufe dieser Woche operiert. In der Regel laufen in dem Reinbeker Krankenhaus 40 Operationen pro Tag, im Jahr 2021 wurden mehr als 10.000 Patienten operiert.

Die defekte Hardware soll noch am Donnerstag ersetzt werden.

( st )

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