Reinbek

Warmweiße LED in Straßenlaternen sollen Insekten schützen

Straßenlaternen in Reinbek sollen künftig mit warmweißen LED-Leuchten ausgestattet werden (Symbolbild).

Straßenlaternen in Reinbek sollen künftig mit warmweißen LED-Leuchten ausgestattet werden (Symbolbild).

Foto: Bernward Comes

E-Werk Sachsenwald achtet bei Umrüstung auf Lichtfarbe. Nachtfalter und Käfer sollen dadurch weniger angelockt werden.

Reinbek. Der Weg zu einer nachhaltigeren Lebensweise besteht aus vielen kleinen Schritten. Einen weiteren – nach dem Verbot von Schottergärten – will Reinbek am Donnerstag machen. Da entscheidet die Politik über einen entsprechenden Antrag des E-Werks Sachsenwald.

Das will bei Umrüstung von Straßenlaternen zukünftig LED mit warmweißer Lichtfarbe (zwischen 2000 und 3000 Kelvin) einsetzen. Denn die ist im Vergleich zu kaltweißem Licht insektenfreundlicher. Das belegt eine Studie aus 2011. An sechs unterschiedlichen Lichtquellen wurden Auffanggefäße installiert mit dem Ergebnis: Warmweiße LED wurden von den Insekten am wenigsten angeflogen.

Insektenaugen nehmen kurzwelliges, blaues Licht besser wahr als das menschliche Auge. Die größte Anziehungskraft üben deshalb Halogenlampen auf sie aus. Mehr als 300 Nachtfalter und Käfer lassen hier pro Nacht und Leuchte ihr Leben.

Mehrkosten von zwei Euro pro Laterne und Jahr

Bereits seit 2012 stellt das E-Werk sukzessive die Straßenbeleuchtung auf LED um und hat bislang kaltweiße Leuchten (4000 Kelvin) verwendet. Von insgesamt 3427 Straßenlaternen sind bereits 2380 modernisiert. Teurer sind warmweiße LED laut E-Werk-Geschäftsführer Thomas Kanitz nicht.

Allerdings verbrauchen sind bei gleicher Leistung zehn Prozent mehr Energie. Viel macht das am Ende nicht aus: Hochgerechnet aufs Jahr entstünden dabei Mehrkosten von zwei Euro auf dann neun Euro pro Laterne. Das ist nichts im Vergleich zu einer früher typischen Quecksilberdampfleuchte. Die verursachte Kosten von 75 Euro pro Jahr.

( uge )

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