Reinbek

Kinder und Jugendliche wählen ihren neuen Beirat

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Diese Kandidaten treten für die Wahl in Reinbek an: Rebekka Lekebusch (v.l.), Mika Väterlein, Marlene Weyrauch, Aliyah Braun, Jakob Hess und Emelia Boadi Danso. Julia Apenkin fehlt auf dem Foto.

Diese Kandidaten treten für die Wahl in Reinbek an: Rebekka Lekebusch (v.l.), Mika Väterlein, Marlene Weyrauch, Aliyah Braun, Jakob Hess und Emelia Boadi Danso. Julia Apenkin fehlt auf dem Foto.

Foto: Imke Kuhlmann

Sieben Jugendliche stellen sich zur Wahl, darunter vier neue Kandidaten. Einig sind sie sich alle: Sie wollen sich einmischen.

Reinbek. Ab Montag wird ein neuer Kinder- und Jugendbeirat (KJB) gewählt. Der alte wurde nach knapp eineinhalbjähriger Amtszeit vorzeitig aufgelöst. „Hintergrund ist, dass die Wahlen dem landesweiten Wahlrhythmus angepasst wurden“, sagt Ulrich Gerwe, Jugendbeauftragter der Stadt Reinbek.

Sieben Jugendliche stehen in den Startlöchern: Neben den erfahrenen Jungpolitikern Rebekka Lekebusch (17), Marlene Weyrauch (17) und Jakob Hess (17) stellen sich die vier neuen Schüler Emelia Boadi Danso (14), Mika Väterlein (12), Aliyah Braun (15) und Julia Apenkin (15) zur Wahl. „Ich halte es für wichtig, dass es uns gibt. Durch die Corona-Pandemie haben wir Zeit verloren. Mit der neuen Kandidatur freue ich mich auf eine zweite Chance“, sagt Marlene Weyrauch.

Der alte KJB wollte in Reinbek den Klimanotstand ausrufen

Am meisten hat der alte KJB mit seinem jüngsten Antrag für die Ausrufung eines Klimanotstands in Reinbek beeindruckt. Den haben die Politiker nach langen Diskussionen aber abgelehnt. „Das ist schon frustrierend, aber am Ende geht es darum, dass wir unsere Interessen vertreten und weitermachen“, fasst Jakob Hess seine Motivation für eine erneute Kandidatur zusammen.

„Wir möchten an der ein oder anderen Stelle das Denken verändern“, sagt Rebekka Lekebusch. Darin sind sie sich auch mit den neuen in der Runde einig.

Ein genauso wichtiges Problem möchte Emelia Boadi Danso (14) gern angehen: „In vielen Familien läuft es gerade nicht so gut. Corona hat gezeigt, dass viele Kinder auf sich allein gestellt sind. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass diese Kinder mehr unterstützt werden.“

Jugendbeauftragter reist in die Schulen und die Stadtbibliothek

Gewählt wird von Montag bis Donnerstag. Mit Wahlkabine und Stimmzettel reist Jugendbeauftragter Gerwe mit seinem Team in die Schulen und Stadtbibliothek. „Wir haben vereinbart, dass die Schüler auch während des Unterrichts ihre sieben Kreuze setzen dürfen“, sagt er. Wahlberechtigt sind Reinbeker zwischen zwölf und 21 Jahren. 2800 Kinder und Jugendliche wurden im Vorfeld angeschrieben.

Bei der vergangenen Wahl lag die Beteiligung bei rund 25 Prozent. Kommenden Freitag soll die Wahlparty im Jugendzentrum steigen. Daran wird auch die bisherige Vorsitzende Emma Rothschuh teilnehmen. Die 19-Jährige hat den Beirat durch die schwierige von Corona geprägte Amtszeit geführt und wichtige Debatten, wie die um die Ausrufung des Klimanotstands, angestoßen.

Los geht die Wahl am Montag in der Amalie-Sieveking-Schule

Emma Rothschuh tritt nicht wieder an. Sie wohnt inzwischen in Hamburg und bereitet sich auf die Abschlussprüfung als Krankenpflegerin vor. Gewählt werden kann am Montag, 15.11., um 10 Uhr in der Amalie-Sieveking-Schule, am Dienstag, 16.11., von 9.30 bis 12 Uhr im Gymnasium Sachsenwald, am Mittwoch, 17.11., von 9.30 bis 12 Uhr in der Gemeinschaftsschule Reinbek sowie am Donnerstag, 18.11. von 16 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek.

( iku )

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