Reinbek

Bürger fordern mehr Sicherheit an der Stemwarder Straße

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Politik und Anwohner fordern eine weitere Ampel an der Stemwarder Straße Für Menschen mit Einschränkungen ist die Querung eine Herausforderung

Politik und Anwohner fordern eine weitere Ampel an der Stemwarder Straße Für Menschen mit Einschränkungen ist die Querung eine Herausforderung

Foto: Imke Kuhlmann

Die Querung der viel befahrenen Kreisstraße für Fußgänger ist gefährlich. Anwohner und Politiker machen sich für eine Ampel stark.

Reinbek. An der Stemwarder Straße, in Höhe Grenzweg und Langeloher Weg, soll eine Ampel aufgestellt werden. So fordern es Bürger und Politiker. Im Zuge der Sanierungsarbeiten auf der K 80 wurde bereits übergangsweise eine Ampel eingerichtet. „Wir hatten gehofft, dass sie bleiben würde“, sagt Peter Huschke von der CDU. Die Politik hatte das Anliegen in mehreren Ausschüssen befürwortet. Doch in der Verwaltung gehe die Umsetzung nicht schnell genug voran.

Rund 35 Anwohner hatten sich zu einem Ortstermin versammelt, um ihrem Ärger darüber Luft zu machen. Sie fordern, die Ampel zur Querung der Kreisstraße, die den Grenzweg und den Langeloher Weg trennt, schnell einzurichten, damit vor allem Kinder und Menschen mit Beeinträchtigungen sicher über die Straße gelangen.

Für Kinder aus dem Langeloher Weg ist die Querung gefährlich

Die Stemwarder Straße führt durch den Stadtteil Neuschönningstedt. Die Kreisstraße ist ebenso Autobahnzubringer zur A 1. An Werktagen ist sie eine auch von Lkw viel befahrene Durchgangsstraße. Bislang gibt es lediglich eine Verkehrsinsel.

Der Grenzweg führt in das kleine Einkaufszentrum, zu Ärzten und in Richtung Schule. Caroline Oetker wohnt mit ihrer Familie in der Wohnsiedlung am Ende des Langeloher Wegs. Morgens begleitet sie ihre Kinder, um sie sicher über die Straße zu bringen, mittags holt sie sie wieder ab. „Ich habe Angst, allein über die Straße zu gehen“, sagt ihre achtjährige Tochter Leonie. „So können wir unsere Kinder nicht zur Selbstständigkeit erziehen“, sagt Caroline Oetker.

Die Ampel am Friedhof ist vom Langeloher Weg nicht gut erreichbar

Besonders für Menschen mit Einschränkungen sei die Querung fast unmöglich. Für Sehbehinderte gebe es keine tastbaren Markierungen. Erst kürzlich sei es zu einem Unfall gekommen, weil eine Autofahrerin Fußgänger passieren lassen wollte und stoppte. Das nachfolgende Fahrzeug übersah das und fuhr auf.

Immer wieder werde auf die etwa 50 Meter entfernte Ampel am Friedhof verwiesen. Nur sei diese vom Langeloher Weg aus nicht sicher erreichbar. Die Straße hat auf dieser Seite keinen Fußweg. Es bleibe, die längere Strecke durch den Wald zu gehen, was morgens für Kinder im Dunkeln keine Lösung sei. „Die Situation führt dazu, dass immer mehr Eltern ihre Kinder zur Schule fahren“, sagt der Anwohner Michael Wächter. Das führe zu erhöhtem Verkehrsaufkommen vor der Schule.

Kommunalpolitiker unterstützen die Forderung

„Zum Schutz der Kinder sollten wir alle an einer schnellen Lösung interessiert sein“, sagt der Neuschönningstedter Günther Herder-Alpen (Grüne). Mit ihm waren auch Nikolaus Kern (SPD) und Thomas Fleckenstein (Forum 21) als Politikvertreter vor Ort. Peter Huschke lobt, dass fraktionsübergreifend an einem Strang gezogen werde. „Wir stehen hier als Bürger und wollen unserem Ansinnen Nachdruck verleihen“, sagt er. Er selbst wohnt direkt an der Kreuzung.

„Im Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein ist die Maßnahme noch nicht bekannt“, sagt Huschke. „In Kürze haben wir Haushaltsberatungen. Wir werden den Antrag stellen, die Planungskosten und gegebenenfalls zudem die Kosten der Maßnahme mitaufzunehmen“, so Günther Herder-Alpen, „die Sicherheit unserer Kinder sollte uns das Wert sein.“

( iku )

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