Konjunktur

Die Arbeitslosigkeit in Stormarn geht weiter zurück

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Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe.

Foto: Agentur für Arbeit Bad Oldesloe

4402 Menschen im Kreisgebiet ohne Job. Quote sinkt auf 3,3 Prozent. Das ist erneut Bestwert in Schleswig-Holstein.

Bad Oldesloe.  Der Arbeitsmarkt in Stormarn entwickelt sich weiter positiv: Im August waren 4615 Menschen bei der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe arbeitslos gemeldet, gut 300 weniger als im Juli. Ihre Zahl hat jetzt im September nochmals um 213 abgenommen. Damit sind aktuell 4402 Menschen arbeitslos. In der Folge ist die Arbeitslosenquote zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 3,3 Prozent.

Vor einem Jahr waren im September noch 5291 Menschen und damit 889 mehr arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,0 Prozent. „Der Schwung am Arbeitsmarkt nach der Sommerpause setzt sich auch im September fort“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Arbeitsagentur in Bad Oldesloe. „Unser Stellenbestand ist um weitere 134 sozialversicherungspflichtige Stellen gewachsen und hat mit jetzt 2337 wieder den Stand vor der Corona-Pandemie erreicht. Die Unternehmen aus dem Kreis Stormarn suchten über fast alle Branchen hinweg wieder mindestens so viele neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie vor zwei Jahren.

2337 offene Stellen sind zu besetzen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im September 447 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 130 mehr (plus 41,0 Prozent) als im Vormonat und 65 mehr (plus 17,0 Prozent) als im September vergangenen Jahres. Zusätzlicher Personalbedarf besteht insbesondere bei Unternehmen im Baugewerbe, Einzelhandel, Gesundheits-/Sozialwesen und Gastgewerbe sowie verschiedenen Dienstleistungsbereichen. Damit sind aktuell insgesamt 2337 sozialversicherungspflichtige Stellen im Kreis zu besetzen, 134 oder 6,1 Prozent mehr als im Vormonat.

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Kreis Stormarn beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 5898. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 4,4 Prozent und hat damit um 0,1 Prozentpunkte zum Vormonat abgenommen. Im September des Vorjahres lag sie bei 5,1 Prozent“, so Wieczorek. Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. „Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht“, so Wieczorek.

Nur noch vereinzelt neue Kurzarbeit gemeldet

Die Zahl der Betriebe aus Stormarn, die im September neu Kurzarbeit angezeigt haben, liegt bei fünf. In den Anzeigen wird für 479 Beschäftigte ein Arbeitsausfall erwartet. Im Vormonat lag die Zahl bei drei Neuanzeigen für 25 Mitarbeitende, im Juli waren es vier Anzeigen für 63 Beschäftigte. „Es bleibt dabei, dass es nur noch vereinzelt neue Anzeigen auf Kurzarbeit gibt. Oftmals sind jetzt Lieferengpässe Grund für einen vorübergehenden Arbeitsausfall“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.

Daten zum tatsächlichen Umfang der Kurzarbeit liegen jetzt für April vor. „Seinerzeit waren insgesamt 5331 Beschäftigte in 896 Betrieben von einem Arbeitsausfall betroffen“, so Wieczorek. Nach den verschärften Lockdown-Regelungen Mitte Dezember sei die Zahl der Unternehmen wie auch die Zahl der Kurzarbeiter im März und April wieder rückläufig gewesen, habe jedoch noch auf einem hohen Niveau gelegen. „Einen Monat zuvor – im Februar – lag die Kurzarbeit auf dem Höchstwert des Jahres. In 1236 Unternehmen wurde kurzgearbeitet, und es waren 8200 Beschäftigte von einem Arbeitsausfall betroffen.

( HA )

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