Wohltorf

Geld für Ausstattung ist da, Gelände für Kita fehlt

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Isabelle Frank (r.) und Leonie Reuver sind die Initiatorinnen des Projektes Naturkindergarten Wohltorf.

Isabelle Frank (r.) und Leonie Reuver sind die Initiatorinnen des Projektes Naturkindergarten Wohltorf.

Foto: Christina Koerte / BGZ

Die Crowdfunding-Kampagne war erfolgreich. Eltern melden ihre Kinder an, doch es fehlt das Gelände für die neue Natur-Kita.

Wohltorf.  Isabelle Frank, Initiatorin des Projektes „Naturkindergarten Wohltorf“, sitzt in den Startlöchern: Das Konzept für ihr Wunschprojekt steht. Alle nötigen Kontakte sind geknüpft. Genügend interessierte Eltern sind gefunden und eine Crowdfunding-Kampagne für das nötige Startkapital konnte gerade erfolgreich abgeschlossen werden.

Was allerdings immer noch fehlt, ist ein geeignetes Grundstück in der Gemeinde für den Naturkindergarten. Isabelle Frank ist Mitgründerin der Schule „Freiwärts“, die 2018 in Wohltorf an den Start gegangen ist. Sie ist Diplom-Bewegungswissenschaftlerin, Heilerzieherin und Naturpädagogin. Sie hatte ihr Projekt vor zwei Jahren erstmals der Wohltorfer Gemeindevertretung vorgestellt. Die Idee wurde positiv von den Politikern aufgenommen.

Wohltorf fehlen Kindergartenplätze - Natur-Kita eine Lösung

Nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne ist die Initiatorin glücklich: „Zunächst einmal möchte ich allen Unterstützern ein riesengroßes Dankeschön sagen“, erklärt sie. Ziel des Crowdfundings über die Plattform „startnext“ war die Summe von 10.000 Euro, zusammengekommen sind sogar 12.179 Euro, die von 156 Unterstützern gespendet wurden.

Isabelle Frank ist nach wie vor zuversichtlich, ein passendes Grundstück zu finden. Es sollte idealerweise in der Nähe der Lohe, des Tonteichs oder des Sachsenwaldes liegen, weil sie die Lohe mit ihrer Artenvielfalt und Natur nutzen möchte. Isabelle Frank plant für die Kinder zwei beheizbare Jurten aufzustellen, als Rückzugsort bei schlechtem Wetter. Außerdem soll es eine Komposttoilette geben. Für die Jurten wäre eine Baugenehmigung nötig. Bei der Grundstückssuche hat sie Kontakt aufgenommen zur Gemeinde und Landwirten.

Bürgermeister schaltet sich in die Suche nach einem Grundstück ein

„Wir haben kein passendes Grundstück für dieses Projekt“, bedauert Wohltorfs Bürgermeister Gerald Dürlich. Aus den Reihen der Gemeindevertretung wurde Isabelle Frank Unterstützung bei der Suche signalisiert. Bedarf für weitere Betreuungsplätze gibt es in Wohltorf auf jeden Fall.

Die Kommune wünscht sich sogar zwei Gruppen für den neue Kindergarten. Jeweils 16 Kinder sollen von mindestens zwei Erziehern betreut werden. Frank hat mittlerweile einige Grundstücke angesehen. Ein passendes war bisher nicht dabei. Ein Kauf kommt für sie allerdings nicht infrage. „Wir möchten das Grundstück pachten“, erklärt die Initiatorin.

Initiatorin rührt weiterhin unermüdlich die Werbetrommel

Das Geld aus der Crowdfunding-Kampagne soll für die Ausstattung der Jurten mit Küche, Tischen, Möbeln und Spielzeug verwendet werden. Die Jurten selbst bezahlt das Land. Außerdem sollen Hochbeete gebaut und bepflanzt und ein Teil der Spendensumme für eine Fortbildung des Teams in gewaltfreier Kommunikation verwendet werden.

Isabelle Frank wirbt weiter für ihr Projekt, dass sie durch Informationen in den Sozialen Medien, durch Flyer und Mundpropaganda immer bekannter macht. Das Interesse der Eltern an der neuen Kita ist groß: Isabelle Frank hat bereits erste Anmeldungen vorliegen. Alle Infos zum Projekt unter www.naturkiga-wohltorf.de.

( ru )

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