K 80

Acht „Verletzte“ bei Busunfall in Reinbek

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Das Übungs-Szenario: Bei dem Busunfall wurden Fahrgäste verletzt und müssen verarztet werden.

Das Übungs-Szenario: Bei dem Busunfall wurden Fahrgäste verletzt und müssen verarztet werden.

Foto: Christoph Leimig, / Bergedorf

20 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reinbek haben in einer Großübung auf der Kreisstraße den Ernstfall geübt.

Reinbek.  Schwerer Unfall auf der Kreisstraße 80: Bus kollidiert mit Traktor, die beiden Fahrer sind eingeklemmt, im Bus gibt es sechs Verletzte, davon sind fünf Kinder im Alter von zwölf Jahren. „Wenn man als Feuerwehrmann und Familienvater solche Meldungen erhält, dann hat man ein mulmiges Gefühl“, sagt Stefan Rietzke, Gruppenführer bei der Feuerwehr Reinbek.

Genau dieses Szenario hat die Feuerwehr am Donnerstagabend auf der noch gesperrten K 80 geprobt. Allein die Vorbereitung der großangelegten Übung mit 20 Feuerwehrleuten war sehr aufwendig und hat drei Wochen gedauert. „Am aufwendigsten war es, die Freigabe zum Üben auf der K 80 zu erhalten“, sagt Rietzke. Ab Montag wäre das sicher noch schwieriger gewesen, dann rollt hier der Verkehr auf der sanierten Straße wieder.

K 80 bei Reinbek: Traktor kollidiert mit VHH-Gelenkbus

Der nachgestellte Unfall ereignete sich in der Abenddämmerung in Höhe der Abfahrt Glinde. Ein Traktorfahrer hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug samt Anhänger verloren, kam auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Gelenkbus der VHH. Die Insassen, fünf Kinder und eine Frau, wurden durch die Wucht des Aufpralls durch den Bus geschleudert und verletzt. Besondere Herausforderung: Die Türen gingen nicht auf und im Bus brach Panik aus. „Die Kinder und die Frau zu beruhigen war eine wichtige Aufgabe“, sagt Rietzke. Eine Scheibe mit einem Nothammer musste aber nicht eingeschlagen werden. „Für Rettungskräfte gibt es dann einen Notfallknopf, den nur sie kennen“, sagt der Einsatzleiter.

Die Verletzten waren dank der Hilfe des Stormarner Rettungsdienstes schnell versorgt. Auch die Bergung des Traktor- und Busfahrers ging reibungslos. Nach der langen Corona-Zeit sei das keine Selbstverständlichkeit, schließlich waren größere Übungen wie diese verboten. „Da vergisst man schnell gewisse Handgriffe, die im Notfall aber sitzen müssen“, sagt Rietzke, der dankbar ist, dass der Wentorfer Landwirt Jan Kahlert seinen Traktor zur Verfügung stellte und der Reinbeker Feuerwehrmann Benjamin Prüfer seinen Kollegen und VHH-Busfahrer Björn Eilers zur Teilnahme bewegen konnte.

Die fünf Zwölfjährigen hatten während der zweistündigen Übung viel Spaß. Drei sind bereits in der Feuerwehr aktiv und hoffen auf eine Fortführung

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