Offenes Atelier

Alarmfarben für die Motive rund ums Meer

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Anja Witt in ihrem Atelier neben einem ihrer großformatigen Werke, das kräftige Farben zeigt.

Anja Witt in ihrem Atelier neben einem ihrer großformatigen Werke, das kräftige Farben zeigt.

Foto: Stephanie Rutke

Anja Witt beschäftigt sich auch mit den Phänomenen der Wasseroberfläche. Nun präsentiert sie ihre neusten Werke in Wentorf.

Wentorf.  Seit Januar hat die Künstlerin Anja Witt ihr Atelier in Wentorf am Südring 42, jetzt lädt sie ein zur Aktion „Offenes Atelier“ am Wochenende 18. und 19. September, jeweils von 12 bis 18 Uhr.

„Ich war ziemlich ausgebremst durch Corona“, sagt Anja Witt, die sich über ihre großen und hellen Räume sehr freut. Bisher hatte hier das Atelier Malzeit seinen Standort. Die schwierige Zeit im vergangenen Jahr konnte Anja Witt dank der Corona-Hilfen des Landes überbrücken. Ausstellungen waren kaum möglich, Kurse durfte sie nicht geben.

Künstlerin Anja Witt plant ein "Offenes Atelier"

„Kultur-Projekte wurden aber unterstützt, das hat mir sehr geholfen“, sagt sie. Außerdem hat sie treue Kunden, die sich die Wände zu Hause und im Homeoffice mit ihren Kunstwerken verschönert haben. Die meist großformatigen, abstrakten Werke von Anja Witt, deren Thema das Meer ist, finden viel Anklang.

„Aktuell hat die UN die ,Ozeandekade’ ausgerufen“, erklärt Witt, die ein Studium der Ozeanografie absolviert, als Wissenschaftlerin gearbeitet und an Forschungsreisen teilgenommen hat. Vor 20 Jahren widmete sie sich dann ganz der Malerei.

Künstlerin arbeitet aktuell an einer Strandserie

Der Zeitraum von 2021 bis 2030 ist zur Dekade der Ozeanforschung erklärt worden. „Die Ziele, die hierfür festgesetzt wurden, sind Maßnahmen zur Rettung der Ozeane“, sagt sie. Bekämpft werden sollen die zunehmende Erwärmung, der Dreck und steigende Meeresspiegel. „Alle müssen jetzt verstehen, dass diese Rettung nötig ist und jeder seinen Beitrag leisten kann“, sagt die Künstlerin.

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Anja Witt mit den Phänomenen der Wasseroberfläche. Prozesse und Kräfte im Wasser, das immer in Bewegung ist, sind ihr Thema. Aktuell arbeitet sie an einer Strandserie. „Corona hat mich aufgerüttelt“, erklärt die Künstlerin. Sie verwendet in ihren Bildern jetzt Alarmfarben: Neontöne wie grellorange, zudem tauchen neue Objekte auf. Ihre Themen sind Stabilität und Gleichgewicht. „Die Dinge haben keinen Halt, sie schweben“, erklärt sie.

Im Oktober beginnen ihre neuen Kurse. Workshops gibt sie am 10. und 24. Oktober, jeweils von 11 bis 17 Uhr. Die Teilnahme ist mit Anmeldung und 3G-Regel möglich. Auch für einen Besuch im Atelier am Wochenende gilt 3G.

Alle Infos unter: www.anjawitt.de.

( ru )

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