Fakten und Fiktion

Publikum erlebt am Schloss Reinbek Revue über Shakespeare

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Armin Diedrichsen widmet sich der schillernden Persönlichkeit Shakespeares.

Armin Diedrichsen widmet sich der schillernden Persönlichkeit Shakespeares.

Foto: Melissa Jahn

Auf Programm des Holsteiner Kultursommers steht eine szenische Lesung mit dem Vater-Sohn-Gespann Armin und Jasper Diedrichsen.

Reinbek.  Wie könnte man das beschreiben, was der Chef des Marstalls Ahrensburg, Armin Diedrichsen, und sein Sohn, der Schauspieler Jasper Diedrichsen, am Freitag, 9. Juli, um 20.30 Uhr am Schloss Reinbek (Schlossstraße 5) zum Thema Shakespeare in Szene setzen? Als Potpourri aus Vortrag, kleinen Szenen, Zwischenaktionen und Hintergrundinfos oder doch als eine erweiterte szenische Lesung?

„Für diese Art Darstellung gibt es keinen Begriff“

Auf dem Programm des Holsteiner Kultursommers ist das Ganze jedenfalls mit „Die ganze Welt ist eine Bühne – Das Shakespeare-Projekt“ überschrieben. Musiker Martin Karl-Wagner, der bei der Vorbereitung des Projekts mitgewirkt hat, weiß eines zumindest ganz sicher: „Es handelt sich nicht um ein Theaterstück“, sagt er. „Für diese Art von Darstellung gibt es keinen eigenen Begriff.“ Diedrichsen mische Original-Textelemente mit Informationen.

Befürchtungen, dass das Publikum englische Originaltexte zu hören bekommt, die schwer verständlich sein könnten, entkräftet Karl-Wagner: „Das ist alles auf Deutsch.“ Vom Vortrag bis zur szenischen Aktion sei alles denkbar, was dazu beitrage, einen Querschnitt aus dem Leben des berühmten englischen Dramatikers William Shakespeare zu zeichnen und sich der Persönlichkeit anzunähern, die sich hinter dem Namen verbirgt. „Dabei werden auch Texte in ganz neuem Gewand präsentiert“, sagt Martin Karl-Wagner.

Stoff wird auch in kleinen Aktionen umgesetzt

Probleme, mit denen sich der Dichter auseinandergesetzt habe, seien auch heute noch aktuell. Es gehe darum, „den alten Shakespeare zu zeigen und zugleich darauf aufmerksam zu machen, wie modern er ist“.

Die Aufführung finde im Schlosshof zwischen zwei Bögen statt. Karl-Wagner hat dazu Bildtafeln erstellt, die auf einer Staffelei gezeigt werden. „Die Zuschauer werden auch Königin Elisabeth kennenlernen“, kündigt Karl-Wagner an. Zum Einsatz kommen außerdem ein Stehpult und weitere Requisiten. „Die Schauspieler stehen da nicht einfach nur und lesen vor“, stellt der Musiker klar. „Der Stoff wird auch in kleine Aktionen umgesetzt. Das Ganze ist vielleicht am besten vergleichbar mit einer Nummern-Revue.“

Die Reihe Holsteiner Kultursommer wird durch die Stiftungen der Sparkasse Holstein gefördert. Karten für „Die ganze Welt ist eine Bühne“ kosten 20 Euro, erhältlich in den Filialen der Sparkasse Holstein und unter www.holsteiner-kultursommer.de. Die Kartenerlöse gehen an gemeinnützige Einrichtungen.

( nick )

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