Critical Mass

Fahrraddemo in Reinbek war nicht offiziell angemeldet

Die Critical-Mass-Fahrt in Reinbek löste sich jäh auf, nachdem die Polizei auf dem Plan stand.

Die Critical-Mass-Fahrt in Reinbek löste sich jäh auf, nachdem die Polizei auf dem Plan stand.

Foto: Markus Linden / BGZ

Die geplante Tour durch die Stadt am vergangenen Freitag scheiterte. Die Beteiligung war zu gering. Polizei löste die Demo auf.

Reinbek. Eine für Freitagabend geplante Demonstration von Fahrradfahrern für bessere Radwege in Reinbek ist an zu geringer Beteiligung gescheitert. Die Initiatoren, die die Aktion nicht offiziell angemeldet hatten und inkognito bleiben wollten, hatten über soziale Medien und E-Mails zu einer Spontankundgebung aufgerufen.

Nach Vorbild der „Critical Mass“-Fahrradproteste wollte man in Doppelkolonnen auf den Durchgangsstraßen durch Reinbek radeln, um so den Autoverkehr auszubremsen und auf die schlechte Infrastruktur für Radfahrer hinzuweisen. Für mehrere Jahre seien jeweils 300.000 Euro für Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs von der Politik bewilligt. Die Verwaltung sei aber entweder nicht willens oder nicht in der Lage, die Mittel auch sinnvoll einzusetzen, so die Kritik von Teilnehmern.

Polizei droht mit Ordnungswidrigkeitsanzeige

Etwa 40 Radler versammelten sich um 17 Uhr auf dem Täbyplatz. Nachdem die Polizei aber deutlich machte, dass die Versammlung nicht genehmigt sei und Ordnungswidrigkeitsanzeigen drohen, bröckelte die Teilnehmerzahl.

Schließlich war die „Kritische Masse“ nicht mehr gegeben, die eine Kolonnenfahrt in Zweierreihen ermöglicht hätte. Die Radlerdemo blieb von den Reinbekern weitgehend unbemerkt.

( CN )

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