Corona

Reinbek: St.-Adolf-Stift ist auf dritte Welle vorbereitet

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Chefarzt Prof. Stefan Jäckle rechnet mit mehr Covid-19-Patienten.

Chefarzt Prof. Stefan Jäckle rechnet mit mehr Covid-19-Patienten.

Foto: BGZ

Die Lage ist aktuell dank Impfungen in der Reinbeker Klinik stabil – doch die Zahlen steigen. Stormarn kratzt an 100er-Inzidenz.

Reinbek. Neben den Kreisen Herzogtum Lauenburg (Inzidenzwert: 156,5) und Segeberg (102,5) meldet auch der Kreis Stormarn hohe Infektionszahlen in Schleswig-Holstein. Das Gesundheitsamt Stormarn hat am Donnerstagnachmittag 51 Neuinfektionen registriert. Somit sind im Kreis aktuell 417 Menschen mit Corona infiziert. 288 Personen sind seit Beginn der Pandemie mit dem Virus verstorben. Der Inzidenzwert, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, ist erneut von 94,2 auf nun 95,8 gestiegen, kratzt also weiter an der Marke von 100, bei der weitere Einschränkungen drohen.

St.-Adolf-Stift in Reinbek: Lage ist aktuell noch stabil

Fast im gesamten Schleswig-Holtein steigen die Zahlen der Neuinfektionen, die Kliniken sind alarmiert. Im Reinbeker Krankenhaus St.-Adolf-Stift war die Lage Donnerstag trotz der steigenden Zahlen noch stabil. Im St.-Adolf-Stift stagniere die Zahl der Patienten glücklicherweise seit einigen Wochen, erklärte die Pressereferentin Andrea Schulz-Colberg. Daher müsse nur eine Bettenstation als Isolierstation betrieben werden.

Am Donnerstag wurden 13 Covid-19-Patienten, davon zehn auf der Isolierstation und drei auf der Intensivstation, behandelt. Weit weniger als noch im Januar dieses Jahres, als 42 Covid-19-Patienten plus Verdachtsfälle auf drei Isolierstationen behandelt wurden. Die derzeit drei Intensivpatienten sind Männer im Alter zwischen 67 und 78 Jahren, die alle in ihrem privaten Zuhause, also nicht in Pflegeheimen leben. Sie müssen beatmet werden, zwei von ihnen werden intubiert, einer mit einer Atemmaske unterstützt.

Impfungen der Pflegeheimbewohner zeigen offensichtlich Wirkung

Dazu sagt Prof. Stefan Jäckle, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Reinbek: „Die Impfungen der Hochbetagten und Pflegeheimbewohner zeigen offensichtlich Wirkung. Da im vergangenen Jahr vor allem ältere Menschen und Menschen mit vielen Begleiterkrankungen einen schweren Verlauf hatten, die jetzt durch die Impfung geschützt sind beziehungsweise bei einer Ansteckung nur milde Verläufe haben, die keiner Krankenhausbehandlung bedürfen, müssen wir aktuell zum Glück im Krankenhaus Reinbek weniger Patienten stationär behandeln."

Die wichtigsten Corona-Themen im Überblick

Allerdings sehe die Lage in anderen Regionen Deutschlands sowie in den Nachbarkreisen schon wieder dramatischer aus. Da auch die Inzidenz im Kreis Stormarn innerhalb der vergangenen Woche stark gestiegen, in Hamburg und Lauenburg hoch sei, rechne man damit, dass auch im St.-Adolf-Stift bald wieder mehr Covid-19-Patienten behandelt werden müssen. „Es gibt in der Regel zwischen positivem Testergebnis und einem Verlauf, der eine Krankenhausbehandlung oder gar Beatmung notwendig macht, einen Abstand von ein bis zwei Wochen“, erklärt Jäckle. „Unsere Teams sind darauf jederzeit vorbereitet.“

( st )

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