Jagd beginnt

Wildschweine bei Kita – dringender Appell an Spaziergänger

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Immer wieder umringen Wildschweine eine Waldkita in Reinbek. Nun wird gejagt.

Immer wieder umringen Wildschweine eine Waldkita in Reinbek. Nun wird gejagt.

Foto: dpa Picture-Alliance / W. Rolfes / picture alliance / Arco Images

Immer wieder umringen bis zu 25 Tiere eine Waldkita in Reinbek. Die Leiterin beruhigt Eltern – Vorsicht ist aber geboten.

Reinbek. Wildschweine tummeln sich in der Nähe des Waldkindergartens im Vorwerksbusch in Reinbek. Diese Nachricht klingt erst einmal besorgniserregend. Wie berichtet bejagt Revierförster Maximilian Scheel zurzeit an den Wochenenden zwischen 20 und 2 Uhr das Gehölz, um die Tiere von der Wohnbebauung in Reinbek zu vergrämen.

Die Leiterin des Waldkindergartens, Sophia Stemmler-Huneck, gibt indes Entwarnung: "Wir als Waldkindergarten leben und lernen mit dem Wald als Lebensraum. Wir sehen das Leben mit den Tieren des Waldes in keinem Fall als eine Gefahr, und wir kamen in der Vergangenheit nie in direkten Kontakt mit den Wildschweinen, die im Waldgebiet Vorwerksbusch leben", beruhigt sie Eltern und Spaziergänger.

Jagd auf Wildschweine – Ist die Waldkita in Reinbek in Gefahr?

Die Fachkräfte werden jährlich zum Thema Waldgefahren geschult. In dieser Schulung werden die Tiere des Waldes thematisiert sowie auch Pflanzen und Totholz in Bäumen.

"Wenn überhaupt, sehen wir die Tiere mal in der Ferne laufen", erzählt die Pädagogin. "Was wir jedoch jeden Tag finden, sind die zahlreichen Spuren der Schalen, so nennt man die Hufe der Wildschweine. Ebenso sehen wir sehr häufig die gebrochene Erde von ihrer Futtersuche und auch gelegentlich Spuren der Zähne an Bäumen." Die Wildtiere, egal ob Rehe, Wildschweine oder Hasen hätten jedoch vor den Menschen großen Respekt.

Dringender Appell an Spaziergänger

„Zum Problem werden die Wildschweine erst, wenn sie ihre Frischlinge bekommen haben und beispielsweise durch plötzlichen Lärm oder freilaufende Hunde in ihren Mulden oder Gebüschen aufgescheucht werden“, mahnt Sophia Stemmler-Huneck.

Wenn das Schwarzwild auf diese Weise in Panik gerate und orientierungslos herumrenne, könnte es für alle Waldbesucher gefährlich werden. Deshalb bittet sie Hundebesitzerinnen und -besitzer, ihre Tiere zum Schutze aller anzuleinen und auf Freilaufflächen auszuweichen.

( st )

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