26 Projekt auf der Liste

Schöne Aussicht – nicht nur an der Reinbeker Pionierbrücke

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Susanne Tamm
Im Nordwesten der neuen Pionierbrücke (rechts im Bild) soll eine Aussichtsplattform entstehen.

Im Nordwesten der neuen Pionierbrücke (rechts im Bild) soll eine Aussichtsplattform entstehen.

Foto: Ha / HA

AktivRegion Sieker Land Sachsenwald empfiehlt auch private Projekte für Förderungen durch die EU.

Reinbek/Wentorf. Um viel Geld geht es am heutigen Donnerstag für viele Projekte und Menschen unserer Region: Sie haben eine EU-Förderung bei der AktivRegion Sieker Land Sachsenwald beantragt. Heute Nachmittag sollen sie nun ihre Vorhaben online und öffentlich dem Vorstand präsentieren. 26 Projekte und zwei Anträge auf Erhöhung der Zuwendung wurden zum Stichtag am 1. Februar insgesamt eingereicht. Allein für die Projekte aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung geht es um Zuschüsse in Höhe von mehr als 378.000 Euro.

Reinbeks Bauamtsleiter Sven Noetzel bereitete gestern noch die Präsentation der neuen Aussichtsplattform an der Pionierbrücke vor. Diese soll es ermöglichen, die Natur und das umliegende Schutzgebiet im Billtal samt Flora und Fauna besser zu beobachten. Die Stadt hofft auf eine Förderung von 150.000 Euro. Gemeinsam mit der Stadt Hamburg will sie die Pionierbrücke nach Bergedorf samt Vorlandbrücke für Fußgänger und Radler modernisieren. Gesamtkosten: 1,4 Millionen Euro, Reinbek übernimmt davon 576.000 Euro.

Gemeinde Wentorf hat zwei Projekte am Start

Unter der Kategorie „Sieker Land Sachsenwald handelt naturverbunden“ hofft auch Wentorf auf 150.000 Euro aus den EU-Fördertöpfen: Wie berichtet, will die Gemeinde Wentorf das Regenrückhaltebecken „Am Petersilienberg“ naturnah umbauen und dort ein verrohrtes Gewässer öffnen. Außerdem soll die Fläche auch Bürgern zugänglich gemacht werden. Dafür soll das grüne Areal auch für die Naherholung attraktiv werden.

Außerdem hat Wentorf eine Zuwendung von 12.375 Euro für seine Mobilitätsanalyse beantragt. Auf dieser Basis sollen die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger verbessert sowie die Verkehrsachsen und Wege optimiert werden. Und die Stadt Glinde wünscht sich 16.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie über die Zukunft des Museums Kupfermühle. Die Gemeinde Oststeinbek möchte ein digitales Whiteboard für den Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr anschaffen, um die Ausbildung zu verbessern. Dafür hat sie 3260 Euro beantragt.

Kerstin Murach präsentiert erstes privates Projekt

Doch nicht nur Kommunen und Vereine können Förderungen bei der AktivRegion beantragen. Besonders freut sich Margarita Schmal-Ghazaryan vom Regionalmanagement über den ersten Antrag einer Privatperson: Die Reinbekerin Kerstin Murach wünscht sich finanzielle Unterstützung für ihr Herzensprojekt, eine öffentliche Büchertauschmöglichkeit im Stadtteil Ohe. „Wir würden uns sehr freuen, wenn mehr Privatpersonen diese Möglichkeit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen, nutzen würden“, sagt Margarita Schmal-Ghazaryan.

Kerstin Murach hatte in der Zeitung von dieser Gelegenheit gelesen, ihre Idee zu realisieren. „Ich hatte mir den Antrag allerdings etwas leichter vorgestellt und musste erst einmal schlucken: Drei Angebote einholen und nachweisen, dass ich das Projekt auch allein vorfinanzieren könnte“, erzählt sie. „Aber ich möchte dieses Tauschregal in unserer Ortsmitte so gern auf die Beine stellen.“ Die Oherin hat sich durchgebissen und jetzt einen Zuschuss von 2000 Euro in Aussicht.

22 kleinere Vorhaben angemeldet

Auch die Vereine nutzen die Möglichkeit gern: Der SC Wentorf etwa will eine vollautomatische Beregnungsanlage für sein Fußballfeld installieren. Damit soll die Bewässerungszeit deutlich verkürzt und optimiert werden. Nun wurde dem Club 15.315 Euro in Aussicht gestellt. Der TC-Schönningstedt hat in diesem Jahr hat 9939 Euro für den Zuschuss zu einem Kleinprojekt eingereicht. Der Verein möchte die Heizkörper für die Sozialräume umstellen und ergänzen.

Der Fördertopf des Regionalbudgets für Kleinprojekte von 500 Euro bis maximal 20.000 Euro, den es seit 2019 gibt, hat enorm an Bekanntheit gewonnen. 22 Projekte sind dafür aktuell eingereicht. Die Mittel dafür kommen aus der eigenen LAG, vom Land sowie vom Bund. Wegen der umfangreichen Liste hält es Margarita Schmal-Ghazaryan für möglich, dass über einen Teil erst in der nächsten Woche beschlossen wird. Interessierte können sich beim Regionalmanagement über die E-Mail lisa.preuss@inspektour.de melden. Dort erhalten sie die Zugangsdaten für die digitale Sitzung. Mehr unter www.sieker-land-sachsenwald.de .

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