Reinbek

Nach Corona-Ausbrüchen: Lage in Altenheimen stabilisiert

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In der Kursana Villa in Reinbek gab es zahlreiche Corona-Fälle

In der Kursana Villa in Reinbek gab es zahlreiche Corona-Fälle

Foto: Jens Bösenberg / Kursana

Mobiles Impfteam in der Kursana Villa und im Bismarck Stift. Infektionszahlen deutlich gesunken.

Reinbek. Nach Corona-Ausbrüchen in den zwei Reinbeker Senioreneinrichtungen Kursana Villa und Bismarck Stift stabilisiert sich die Lage mittlerweile wieder. Am Dienstag war auch der mobile Impfdienst
der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) vor Ort, um Senioren und Mitarbeitern die Schutzimpfung zu verabreichen. Die Kursana Villa zählte am Dienstag noch fünf positiv getestete Bewohner. Im Bismarck Seniorenstift gibt es keinen akuten Fall mehr.

„Wir sind erleichtert, dass die Infektionszahlen deutlich gesunken sind“, sagt die Sprecherin der Kursana Villa. Zwischenzeitlich hatte das Heim 25 infizierte Bewohner gezählt, einige mussten auch im Krankenhaus behandelt werden. Nach wie vor werden im Heim Am Rosenplatz alle Mitarbeiter vor Dienstbeginn per POC-Testung auf das Virus getestet. „Ebenso Bewohner, die Symptome aufweisen. Alle anderen Bewohner werden zweimal wöchentlich getestet“, erklärt die Sprecherin weiter.

Alle Mitarbeiter aus der Quarantäne zurück im Dienst

Das Bismarck Seniorenstift trauert um sechs verstorbene Bewohner. Glücklich sei die Einrichtung nun darüber, keine positiven Fälle mehr zu verzeichnen, wie Katja Tobias, Sprecherin der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, erklärt. Zudem sind – zur Erleichterung der Kollegen – alle Mitarbeiter aus der Quarantäne zurück im Dienst. „Das zeigt auch, dass die konsequente Umsetzung der Hygienevorschriften greift“, so Tobias. Auch im Seniorenstift werden alle Mitarbeiter täglich vor Dienstbeginn getestet. Besucher müssen sich vorher anmelden, werden ebenso getestet.

Nachdem die Einrichtungsleitung der Kursana Villa bereits Ende Dezember um einen Impftermin für ihre Bewohner und Mitarbeiter gekämpft hatte (wir berichteten), war am Dienstag ein mobiles Team mit zwei Ärzten und zwei Mitarbeitern für die Erstimpfung vor Ort. Nach einer „ausführlichen Aufklärung in dafür hergerichteten Räumen“ seien die Bewohner geimpft und nachversorgt worden, so die Sprecherin des Hauses. „In ihrer Mobilität eingeschränkte Bewohner erhielten die Impfung in ihren Zimmern.“ Im Bismarck Seniorenstift wurden am Dienstag bereits die Zweitimpfungen durchgeführt. „Mit diesem Termin sind jetzt auch alle Bewohnerinnen und Bewohner, die geimpft werden durften, geimpft“, erklärt Katja Tobias.

Nach wie vor seien die Belastungen für die Mitarbeiter unter Einhaltung der Hygienevorschriften mehr als hoch. „Und dies über nun fast ein Corona-Jahr hinweg“, sagt Katja Tobias. „Hier zeigt sich noch einmal besonders deutlich, wie wichtig generell eine bessere tarifliche Entlohnung der Mitarbeitenden ist, und wir wünschen uns sehr, dass hier auf politischer Ebene Lösungen gefunden werden.“

( aksc )

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