Virtuelle Konferenz

Neue Sportanlage: Viele Bürger beteiligten sich online

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Michael Vogt zeigt auf der Reinbek-Karte, wo die neue Sportanlage entstehen soll.

Michael Vogt zeigt auf der Reinbek-Karte, wo die neue Sportanlage entstehen soll.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Stadt Reinbek hat erstmals eine offene Online-Konferenz veranstaltet und Bürger über ein Bauprojekt informiert. Das Interesse war groß.

Reinbek.  Erstmals hat die Stadt Reinbek am Mittwochabend mit einer offenen Online-Konferenz die Bürger an der Änderung eines Bebauungsplans beteiligt : Es ging um die neue Sportanlage für die Stadtteile Ohe und Neuschönningstedt. „Dieses Format der Bürgerbeteiligung im Internet ist auch für uns neu“, sagte Ricarda Ladage aus dem Planungsamt zur Begrüßung. „Wir sind gespannt, wie es Ihnen gefällt und was sie für Anregungen haben.“ In den Spitzenzeiten klickten sich 110 Reinbeker in die Online-Konferenz hinein. Mehr als zu manch klassischer Bürgerinformation.

Zuerst beschrieb die Planerin die Lage an der Ecke Haidkrugchaussee/Am Sportplatz gegenüber dem Kalksandsteinwerk und stellte die ersten Elemente vor, die für die neue Anlage berücksichtigt werden sollen: eine Dreifeldsporthalle, ein Vereinshaus, Tennisplätze, eine Naturrasenfläche, ein Kunstrasenplatz, Beachvolleyball-Felder sowie ein Leichtathletik-Platz samt Bahn. Nach der Präsentation begann die eigentliche Beteiligungsphase der Bürger über einen Live-Chat.

Viele Oher wollen an ihrer alten Vereinsanlage festhalten

Dafür konnten die Reinbeker ihre Fragen eingeben, damit diese von den Stadtplanern Ricarda Ladage und Michael Vogt beantwortet wurden. Hatten eingangs noch das ständige Piepen für jeden neuen Teilnehmer sowie die Nebengeräusche gestört, wenn die heimischen Mikrofone am PC nicht ausgeschaltet waren, erforderte das Folgen der Diskussion einige Konzentration von den Zuhörern.

Schnell zeigten die Fragen und Vorschläge, dass doch viele Oher an ihrer alten Vereinsanlage festhalten und sich nicht mit der Lage außerhalb des Ortes anfreunden mögen. Dort ist jedoch laut FC-Vorstand keine Weiterentwicklung mehr möglich. Was aus den alten Sportflächen werden soll, habe die Politik bisher noch nicht entschieden, sagte Michael Vogt. Die Fragen und Anregungen sollen in die weitere politische Beratung einfließen, das Video der Beteiligung wird am Montag veröffentlicht.

( st )

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