„SchlossPartie“

Besucherbegrenzung für Kunsthandwerk-Messe in Reinbek

Anja Knecht zeigt handgefertigte Unikate, Kissen, Beutel und Taschen aus ihrer Manufaktur „Small & Sweet“, die sie auf der Messe „SchlossPartie“ anbietet.

Anja Knecht zeigt handgefertigte Unikate, Kissen, Beutel und Taschen aus ihrer Manufaktur „Small & Sweet“, die sie auf der Messe „SchlossPartie“ anbietet.

Foto: Susanne Tamm

Ein umfassendes Hygienekonzept soll den Bummel durch das Reinbeker Schloss am Wochenende möglich machen. Was müssen Besucher beachten?

Reinbek. Kunsthandwerk vom Feinsten – dafür ist die Messe „SchlossPartie“ im Reinbeker Schloss seit vergangenem Jahr bekannt. Auch für diese Saison haben die Organisatoren der Stadt Reinbek, Anke Conradi und Susann Pötter, für dieses Wochenende, am 31. Oktober und am 1. November (je von 11 bis 17 Uhr), alles organisiert sowie ein passendes Hygienekonzept mit dem Ordnungsamt abgestimmt. „Am vergangenen Wochenende bei der Hochzeitsmesse haben wir damit gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Susann Pötter aus dem Schlossteam. „Es war alles entspannt.“

Besucherbegrenzung: Maximal 1000 Gäste gleichzeitig im Schloss Reinbek

43 Aussteller haben sich angemeldet – ob Erlesenes aus Papier, Schmuck aus Kork, Handgetöpfertes aus Keramik, Design, Mode aus Leder, Feines aus Stoff, Bilder, Wohnaccessoires oder Antiquitäten und erlesenes Handwerk: Für jeden Geschmack ist eine passende Geschenkidee oder Inspiration, um eigene Begabungen zu entdecken

.„Wir mussten einigen Bewerbern absagen“, bedauert Anke Conradi. Denn zurzeit sind die Möglichkeiten, sich zu präsentieren, rar. Eine, die das Rennen gemacht hat, ist Anja Knecht mit ihrer „Small & Sweet-Manufaktur.“. Ihre liebevoll handgefertigten Kissen, Taschen, Beutel und Etuis aus beschichteter Baumwolle sind Unikate aus sehr unterschiedlichen Stoffen.

Wer sich in Zeiten von Corona nicht auf die Messe traut, wird vielleicht in ihrem Internetshop unter www.small-and-sweet.de fündig. Claudia Hutschalik zeigt ihre Gemälde, auf denen vor allem Hamburgs Hafen, die Speicherstadt und das Wasser zu bewundern sind.

Bewährungsprobe während Corona nach gelungenem Neustart

Die erste „SchlossPartie“ im Jahr 2019 war ein gelungener Neustart, nachdem die Organisatoren des Novemberzaubers nach 20 Jahren das Handtuch geworfen hatten. Jetzt muss sich die neue Messe unter Corona-Bedingungen bewähren. Das maßgeschneiderte Hygienekonzept haben Anke Conradi und Susann Pötter nochmals den strengeren Auflagen angepasst.

Hieß es erst noch, dass die Besucherzahl, die sich zeitgleich im Hause aufhalten darf, auf 163 Personen begrenzt ist, liegt diese Zahl jetzt bei nur noch 100, wie es die neue Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn nun vorschreibt. Denn da der Inzidenzwert mittlerweile die 50 überschritten hat, ist die Besucherzahl nun auf 100 Personen reduziert worden. „Alle ein- und ausgehenden Gäste werden von uns am Eingang mit einem Besucherzähler erfasst“ erklärt Anke Conradi.

Die Raumluft im Schloss wird regelmäßig überprüft

Auf diese Weise sei es jederzeit möglich, den gebotenen Abstand herzustellen – eine eingeschränkte Einhaltung der Abstände, etwa an Knotenpunkten sei allerdings möglich. Um Begegnungen möglichst zu vermeiden, hat das Team die Ein- und Ausgänge sowie den Messerundgang auf dem Fußboden deutlich markiert. Aus dem gleichen Grund herrscht im gesamten Haus sowie im Innenhof, auf dem ebenfalls Stände stehen, Maskenpflicht – sowohl für die Besucher als auch für die Aussteller. Daran haben sich auch während der Hochzeitsmesse am vergangenen Wochenende alle gehalten.

Außerdem sind die Aussteller aufgefordert worden darauf zu achten, dass die Gäste ausreichend Platz haben. Besucher, Aussteller und Mitarbeiterinnen müssen wie bei jedem Restaurantbesuch ihre Kontaktdaten schriftlich hinterlassen und zwar noch vor dem Eintritt auf das Gelände.

Resonanz der Hochzeitsmesse war durchweg positiv

Zusätzlich lüftet das Schlosspersonal jeden Ausstellungsraum stündlich für zehn Minuten. Außerdem prüft das Team stichprobenartig den Kohlendioxidgehalt der Raumluft und desinfiziert stündlich alle glatten Flächen wie Handläufe, Türgriffe und Waschbecken. Auf die zuerst angekündigte Gastronomie im Schlosshof verzichten die Organisatoren sicherheitshalber. Die Besucher können sich jedoch im Schlossrestaurant stärken.

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Auf der Hochzeitsmesse habe sich das Hygienekonzept bereits bewährt. Die Resonanz der Hochzeitsmesse war durchweg positiv – sowohl, was das Sicherheitsgefühl als auch das Besucheraufkommen angeht. „An die dort gleichzeitig erlaubten 152 Besucher sind wir nie herangekommen“, sagt Susann Pötter.

Auf die Frage, ob sich eine Messe unter diesen Voraussetzungen überhaupt lohne, sagt sie, dass für sie und ihre Kollegen allein die Zufriedenheit der Gäste und Aussteller zähle. Die Messen im Schloss werden über die Standmieten finanziert. Eintritt: 3 Euro.