Am Bismarckturm

Aumühle will es versuchen: Weihnachtsmarkt trotz Corona

So kennen die Aumühler ihren Weihnachtsmarkt: Lichterglanz am Bismarckturm und der Weihnachtsmann kommt auch.

So kennen die Aumühler ihren Weihnachtsmarkt: Lichterglanz am Bismarckturm und der Weihnachtsmann kommt auch.

Foto: Stephanie Rutke / BGZ

Das Konzept sieht Maskenpflicht, Eintrittsgeld und geteilte Besuchszeiten vor. Reinbek und Wentorf haben ihre Märkte abgesagt.

Aumühle. Der Weihnachtsmarkt rund um den Bismarckturm am ersten Adventswochenende hat eine lange Tradition in der Sachsenwaldgemeinde und gehört für viele Menschen zur Vorweihnachtszeit einfach dazu. In diesem Jahr macht die Corona-Pandemie vieles unmöglich – trotzdem soll es den beliebten Weihnachtsmarkt geben, allerdings in anderer Form als gewohnt

Organisiert wird der Markt vom Verein für Kultur und Bildung in Aumühle (KuBA). Die Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden Clemens Wülfing möchten jetzt ein Zeichen setzen: „Wir möchten den Weihnachtsmarkt ermöglichen“, erklärt Vorstandsmitglied Ottmar Schümann. Zusammen haben die Vorstandsmitglieder ein Konzept entwickelt. Um die enormen Herausforderungen bewältigen zu können, soll der Markt nicht wie sonst an zwei Tagen, sondern nur an einem Tag öffnen: am Sonnabend, 28. November, von 14 bis 20 Uhr.

Maskenpflicht gilt während der gesamten Besuchszeit

Damit es nicht zu voll wird, gibt es feste Regeln: Die Teilnehmerzahl soll auf 500 begrenzt werden und es werden Eintrittskarten für Zeitfenster verkauft. Jeder Besucher (auch Kleinkinder) zahlt fünf Euro pro Karte. In vier festgelegten Zeitfenstern zu 90 Minuten dürfen je 125 Besucher die weihnachtliche Atmosphäre genießen: Von 14 bis 15.30, von 15.30 bis 17, von 17 bis 18.30 sowie von 18.30 bis 20 Uhr.

In den jeweils letzten 15 Minuten sollen die Besucher das Gelände verlassen, damit die nächsten folgen können. „Zwei Dinge sind uns sehr wichtig“, betont Schümann, „Während der gesamten Besuchszeit gilt Maskenpflicht und Besucher müssen den geforderten Abstand zueinander einhalten.“ Für die weihnachtliche Atmosphäre sollen sechs Stände sorgen, die mit großem Abstand zueinander aufgebaut werden. Gedacht ist an einen Stand mit kulinarischen Leckereien, an Getränke und an den Verkauf von weihnachtlicher Deko. Stehtische mit viel Abstand bieten Platz für jeweils maximal fünf Personen. Auf Glühwein und Punsch müssen die Besucher allerdings verzichten: Es wird kein Alkohol ausgeschenkt.

„Wir möchten damit vor allem ein Signal senden“

Dabei sein sollen die Lions; nicht teilnehmen werden die Freiwillige Feuerwehr, die Pfadfinder, das DRK und das Team aus dem Bücherturm. „Eine Bühne wird es auch nicht geben, und auf die Tombola müssen wir ebenfalls verzichten“, bedauert Schümann. Für weihnachtliche Musik wird der Verein sorgen, wenn auch vom Band. Damit auch die Jüngsten Spaß haben, soll ein Kinderkarussell vorm Bismarckturm stehen. Die Kinder dürfen nur einzeln in Fahrzeugen sitzen.

Trotz der Einschränkungen will der Verein einen gemütlichen Weihnachtsmarkt schaffen. „Wir möchten damit vor allem ein Signal setzen, dass auch in solch einer Zeit, in der eigentlich größere Zusammenkünfte von Menschen vermieden werden sollten, trotzdem Veranstaltungen in einer Gemeinschaft möglich sind, gerade wenn sie so klein und überschaubar ist wie in unserer Gemeinde“, so der Vorstand. Das Wohl und die Existenz vieler Menschen und Unternehmen werde davon abhängen, „wie veränderungsbereit wir alle sind und wie solidarisch wir uns verhalten, trotz dabei notwendigem persönlichen Verzicht jedes Einzelnen“.

Endgültige Entscheidung steht noch aus – Reinbek und Wentorf abgesagt

Da sich die Corona-Situation schnell verändert, ist eine endgültige Entscheidung über den Weihnachtsmarkt für die erste Novemberwoche geplant. In Wentorf und in Reinbek ist die Entscheidung bereits vor einigen Wochen gefallen, die Weihnachtsmärkte abzusagen. Der Adventorfer Markt im Wentorfer Rathaus findet traditionell am Sonnabend vor dem 1. Advent statt und wird durch den Bürgerverein organisiert. Der urige Weihnachtsmarkt im und um das Reinbeker Schloss war für das zweite Adventswochenende geplant. Rund 80 Aussteller und bis zu 10.000 Besucher aus Reinbek und Umgebung bummeln alljährlich über den Weihnachtsmarkt am Schloss.