Pandemie

Zwei Corona-Ausbrüche in Stormarner Unternehmen

Vier Infizierte sind auf einen Corona-Fall in einem Fleisch verarbeitenden Betrieb in Reinbek zurückzuführen (Symbolfoto).

Vier Infizierte sind auf einen Corona-Fall in einem Fleisch verarbeitenden Betrieb in Reinbek zurückzuführen (Symbolfoto).

Foto: Bildagentur-online/Ohde / picture alliance / Bildagentur-online/Ohde

Es gibt bisher acht Infizierte, aber der Betrieb kann weiterlaufen. Der Arbeitsaufwand für die Gesundheitsämter steigt weiter an.

Reinbek.  Corona-Ausbrüche in zwei Betrieben im Kreis Stormarn beschäftigen die Gesundheitsämter in Stormarn und im Herzogtum Lauenburg in dieser Woche. Vier Infizierte sind auf einen Corona-Fall in einem Fleisch verarbeitenden Betrieb in Reinbek zurückzuführen, wie die Kreisverwaltung des Herzogtums Lauenburg erklärt.

Ein Mann, der in Reinbek arbeitet und im Kreis Herzogtum Lauenburg lebt, hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Auch drei Kollegen aus dem Kreis Stormarn, die mit ihm zusammen im Schichtdienst arbeiten, wurden positiv auf Covid-19 getestet. Wie sich der Mann aus dem Herzogtum Lauenburg angesteckt hatte, ist nicht eindeutig geklärt. Nach eigener Aussage habe er Kontakt zu einem weiteren Covid-19-infizierten Mitarbeiter seines Unternehmens gehabt, heißt es aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

Mitarbeiter zweier Stormarner Betriebe haben sich mit Virus infiziert

Der positive Corona-Test lag im dortigen Gesundheitsamt am Dienstag vor. Seine drei Arbeitskollegen aus Stormarn sowie drei seiner angegebenen Kontaktpersonen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg befinden sich in häuslicher Quarantäne. Der Betrieb in Reinbek läuft dank der Mitarbeitertrennung durch Schichtarbeit weiter.

Bei dem zweiten Ausbruch, der seit Mittwoch bekannt ist, handelt es sich um einen Betrieb im Kreis Stormarn. „Vier Mitarbeiter sind infiziert. Wie es scheint, arbeiten auch sie in einer Schicht“, erklärt Michael Drenckhahn, Sprecher der Kreisverwaltung Stormarn. Die vier Stormarner befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Aufwand der Kontaktermittlung ist sehr hoch

Die Ermittlung der Kontaktpersonen bedeutet für die Gesundheitsämter einen hohen Aufwand. Michael Drenckhahn sagt: „Im März und im April hatten Infizierte durch den Lockdown in der Regel weniger Kontakte. Heute ist die Zahl viel, viel höher.“ Seit Mittwoch und bis mindestens Ende Oktober sind sieben Zivilisten der Bundeswehr zur Verstärkung in der Kontaktnachverfolgung im Einsatz.

Zu November stellt der Kreis weitere sieben Mitarbeiter ein. Im Kreis Herzogtum Lauenburg wurde ebenfalls das Gesundheitsamt personell aufgestockt. Überstunden zählen dennoch zur Tagesordnung, so Sprecher Tobias Frohnert. Er empfiehlt das Schreiben von Kontakttagebüchern.

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Der Kreis Herzogtum Lauenburg meldete am Donnerstag um 15 Uhr 392 klinisch bestätigte Covid-19-Fälle (eine Neuinfektion seit Mittwoch). 342 sind genesen, 18 verstorben und 31 Personen aktuell am Virus erkrankt. Der Inzidenzwert (Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner) liegt bei 10,6. In Stormarn liegt die Zahl der Corona-Fälle bei 737, 13 weitere Personen haben sich innerhalb von 24 Stunden infiziert. 78 Personen sind aktuell erkrankt. Inzidenzwert: 19.3.