Reinbek

Aufstellung der Fahrradgaragen am S-Bahnhof erst 2021

Reinbek will eine Fahrradsammelschließanlage für den Bahnhof anschaffen.

Reinbek will eine Fahrradsammelschließanlage für den Bahnhof anschaffen.

Foto: NAH.SH / Stadtverwaltung Reinbek

Die abschließbaren und wettergeschützten Anlagen am Reinbeker S-Bahnhof kosten 200.000 Euro. Förderungen sind möglich.

Reinbek. Die Fahrradgaragen am S-Bahnhof in Reinbek kommen. Die Aufstellung wird sich jedoch verzögern, beginnt nicht, wie bisher angekündigt, im Herbst, sondern wohl erst im Laufe des kommenden Jahres. Vor dem Hintergrund von jährlich mehr als 100 Fahrraddiebstählen am Bahnhof und zur Förderung des Radverkehrs plant die Stadt die Aufstellung der abschließbaren und wettergeschützten Anlagen. Die Gesamtkosten liegen bei 200.000 Euro, eine Förderung ist möglich. Während der heutigen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses gibt die Verwaltung einen Sachstand.

Drei mögliche Standorte kommen demnach für die Fahrradsammelschließgaragen infrage, die in Zusammenarbeit mit Aumühle und Wohltorf geplant und gebaut werden. Die Entscheidung war darauf gefallen, die Garagen an der Sophienstraße aufzustellen, östlich der Bahnhofsgebäude und neben den Busparkplätzen. „An diesem Standort wird dann die maximal mögliche Anzahl an Stellplätzen mit Doppelstockparkern gebaut“, erklärt die Stadtverwaltung.

Option für weitere Anlagen offen

Eine Schließanlage, etwa sechs mal 8,5 Meter groß, bietet 32 Stellplätze mit Anlehnbügeln und Schließfachschrank. Eine weitere soll drei mal sechs Meter groß werden und 22 Stellplätze mit Doppelstockparkern sowie mit zwölf nicht überdachten Plätzen bieten. Die Stadt begründet den Standort auch damit, dass die meisten Radfahrer aus dem Gebiet nördlich der Bahnlinie kommen. Südlich gelegene Stellplätze würden weniger frequentiert werden.

Die Stadt Reinbek will sich die Option offen halten, weitere Stellplätze, etwa südlich der Gleise, zu schaffen. Oder aber neben dem Dönerimbiss auf der jetzigen Parkplatzfläche. Dieser Standort wäre „ideal für ein größeres Fahrradparkhaus. Hier könnte bei Bedarf gegebenenfalls auch eine Reparaturwerkstatt oder ein Ladengeschäft angegliedert werden“, heißt es.

Förderung in Höhe von 154.000 Euro erwartet

Die Stadtverwaltung erwartet eine Förderung in Höhe von 154.000 Euro für die Planung und Realisierung durch den Nahverkehrsverbund (Nah.SH) sowie den Förderfonds der Metropolregion. Die Nutzung der Fahrradanlage soll über die Online-Plattform www.nah.sh/bikeandride erfolgen.

Der Bauausschuss beginnt heute um 19.30 Uhr im Holsteinsaal des Sachsenwald-Forums (Hamburger Straße 4-8). Auf der Tagesordnung stehen neben Anträgen und Berichten zum Fahrradverkehr auch ein Sachstand zum Stadtcheck und der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen. Zudem gibt die Verwaltung einen Überblick von der verkehrlichen Situation an der Ortsdurchfahrt der Möllner Landstraße durch Büchsenschinken und zeigt Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung auf.