Diskussion um Außengelände

Doch kein Schulhof für alle am Mühlenredder?

So sieht das Reinbeker Schulzentrum am Mühlenredder nach der Sanierung samt Erweiterung aus.

So sieht das Reinbeker Schulzentrum am Mühlenredder nach der Sanierung samt Erweiterung aus.

Foto: Stadt Reinbek

In einer Arbeitsgruppe wurde über die Einzäunung des Schulzentrums am Mühlenredder sowie über Einsparungen für den Außenbereich diskutiert.

Reinbek. Mit der Sanierung des Schulzentrums am Mühlenredder geht die Neugestaltung der Außenanlage einher. Das Großprojekt ist mit einem Volumen von 30 Millionen Euro beziffert. Ob es bei dieser Summe bleiben wird, ist noch nicht klar. Denn das Konzept für die Außenflächen steht noch zur politischen Debatte. Die Politiker des Sozial- und Schulausschusses diskutieren heute auf Grundlage der Ergebnisse einer Arbeitsgruppe.

Maßnahmen wie etwa das Volleyballfeld wurden kritisch hinterfragt und auch eine Einzäunung des Areals stand zur Diskussion. Eine öffentliche Nutzung des Schulzentrums wäre dann vom Tisch.

Im Mai hatte die Stadt erste Pläne, die mit Lehrern, Eltern und Schülern entwickelt worden waren, vorgestellt: Die Schule sollte in einen öffentlichen Park eingebettet werden. Angedacht war ein Beachvolleyballfeld, das nachmittags die TSV Reinbek nutzen kann. Auch eine Kletterwand, Gärten sowie einen Spielplatz plus Rundweg um den Komplex sah die Planung vor. Die Stadt hatte eine Öffnung des Gebäudes für Vereine, Verbände und Veranstaltungen vorgesehen.

Bisherige Planung für Außengelände: 2,8 Millionen

Auf Wunsch der Stadtverordneten formierte sich dann eine Arbeitsgruppe. Neben Vertretern der Fraktionen waren Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die Schulleiter sowie die Planer bei einem Treffen am 4. August dabei. In der Arbeitsgruppe hätten die Vertreter über die „Sinnhaftigkeit der einzelnen Maßnahmen“ beraten, so der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Tomas Unglaube (SPD). Die Planer hatten für die Außengestaltung des Schulhofes und der Sportanlagen, für Grün- und Gartenflächen sowie für Spielgeräte eine Summe in Höhe von 2,8 Millionen vorgesehen.

Mit Blick auf die Finanzlage der Stadt diskutierte die Arbeitsgruppe darüber, auf Beachvolleyballfeld, Boulderwand, Holzparcours, Wandtennis und Streetballfläche zu verzichten oder diese zu einem späteren Zeitpunkt zu realisieren. Insgesamt könnten so 80.000 Euro eingespart werden. Eine Einzäunung des Geländes würde wiederum mit 120.000 Euro zu Buche schlagen.

Stadtverwaltung für die Öffnung und „qualitativ hochwertige Gestaltung der Flächen“

Die Stadtverwaltung steht weiter hinter der Öffnung des Areals, die auch Schüler, Lehrer und der offene Ganztag befürworten. Die Nutzung auch außerhalb des Schulbetriebs sei ein inzwischen übliches und anerkanntes Vorgehen. Eine qualitativ hochwertige Gestaltung der Flächen trage außerdem zur Identifikation mit dem Quartier bei, fördere die Bewegungslust der Schüler und komme der ganzen Gesellschaft zugute.

Tomas Unglaube betont, dass in der Arbeitsgruppe bewusst nicht politisch diskutiert worden sei. Das stehe dann heute und am 27. August an, wenn die Stadtverordneten die Gestaltung der Außenanlagen beschließen. Der SPD-Politiker hofft, dass die Fraktionen sich einigen, es nicht auf eine „hauchdünne Mehrheit“ hinausläuft. Dann können auch Haushaltsplanungen starten. „Ziel ist es, dass die Außenanlagen mit Einweihung der Schule fertig werden“, sagt Unglaube.