Wohnungsbau

Reinbeker Baugenossen werden in Barsbüttel aktiv

Ihren Mitglieder bietet die Baugenossenschaft Sachsenwald jetzt exklusiv auch eine Gästewohnung an.

Ihren Mitglieder bietet die Baugenossenschaft Sachsenwald jetzt exklusiv auch eine Gästewohnung an.

Foto: Maren Möckel / Baugenossenschaft Sachsenwald

Reinbek. Die Baugenossenschaft Sachsenwald erweitert ihr Gebiet: Sie baut in Barsbüttel in Kooperation mit der Gemeinde 20 geförderte Wohnungen.

Reinbek.  Die Baugenossenschaft Sachsenwald stellt sich für die Zukunft breiter auf: So hat sie nicht nur, wie berichtet, durch den Kauf einer Immobilie ihren Wohnungsbestand um 36 auf 784 erhöht und will auf ihren Reinbeker Grundstücken weiter verdichten. Sie erweitert ihr Gebiet jetzt auch um Barsbüttel, wie die beiden Geschäftsführer Dirk Reiche und Stefan Ellendt mitteilen.

In den 1950er-Jahren hatte die Baugenossenschaft Sachsenwald ihr Gebiet schon einmal bis nach Barsbüttel und Wentorf ausgeweitet. Doch aktuell hat sie bisher nur noch in Reinbek und Glinde Wohnungen im Bestand.

Jetzt hat die Gemeinde Barsbüttel im Rahmen des Wohnbündnisses für Stormarn, dem sich die Gemeinde angeschlossen hatte, einen Kooperationspartner für neue Sozialwohnungen gesucht. Barsbüttel stellt das Grundstück mit einer Fläche von knapp 2000 Quadratmetern bereit. Bedingung: Die Gemeinde behält das Recht, die Mieter auszuwählen. Denn im Rathaus liegt bereits eine Warteliste. „Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist hoch“, sagt Dirk Reiche.

Kosten werden neu kalkuliert

Dennoch will sich die Genossenschaft mit der Planung ausreichend Zeit lassen: „Wir legen Wert auf Qualität, gerade sind wir beim Feintuning mit unserem Architekten“, erklärt Stefan Ellendt. Und die Auftragsbücher der Handwerker sind voll.“

Und Dirk Reiche ergänzt: „Wir bauen gegenüber dem Sportplatz in Willinghusen 20 Wohnungen für den zweiten Förderweg. Sie sollen zwei bis drei Zimmer haben. Wie groß die Flächen werden, steht noch gar nicht fest.“ Der Baustart ist für Frühjahr 2020 vorgesehen und zu Ostern 2021 könnten die ersten Mitglieder dort einziehen.

Die Gemeinde hatte die Kosten vor eineinhalb Jahren auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Doch Stefan Ellendt geht davon aus, dass die Baugenossenschaft noch mehr investieren wird – inklusive Preissteigerung. „Unsere Investition wird gerade neu kalkuliert“, sagt Ellendt. Die Mieten der Baugenossenschaft seien hingegen stabil. 2018 sei die Durchschnittsmiete um einen Cent auf 6,88 Euro pro Quadratmeter gestiegen, sagt Dirk Reiche. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, der gerade in Arbeit ist.

Nachverdichtung: Dachgeschosse werden ausgebaut

Aber auch an ihren Stammstandorten will die Genossenschaft nicht untätig bleiben. Für Reinbek verrät Dirk Reiche nur so viel: „Wir haben hier sehr große Grundstücke, die sich für eine Nachverdichtung anbieten. Zuerst wollen wir aber vor allem die Dachgeschosse ausbauen. Diese Flächen lassen sich besser nutzen als nur zum Wäschetrocknen.“

Mitglieder können eine günstige Gästewohnung mieten

An der Straße Mühlenredder hat die Baugenossenschaft Sachsenwald exklusiv für ihre Mitglieder eine Wohnung unterm Dach als Gästeunterkunft mit vier Schlafplätzen ausgestattet. „Von der Fußmatte bis zum Kochlöffel ist auf den 46 Quadratmetern alles da“, sagt Dirk Reiche. Dafür arbeitet die Genossenschaft vor allem mit Anbietern der Region zusammen.

„Das ist ein günstiger Service für unsere Mitglieder, die Besuch von ihren Angehörigen oder Freunden bekommen“, erläutert Stefan Ellendt. „Diesen Service-Gedanken wollen wir noch viel stärker ausbauen.“ Wie, will er aber noch nicht verraten.