Pferdefreunde

Reitsportzentrum Wentorf unter neuer Führung

Der neue Pächter Jonas Mirow und die Besitzerin des Reitstalls, Dagmar Samorin, besuchen Hengst Tano.

Der neue Pächter Jonas Mirow und die Besitzerin des Reitstalls, Dagmar Samorin, besuchen Hengst Tano.

Foto: Stephanie Rutke

Das Reitsportzentrum hat sich neu aufgestellt, wird jetzt von zwei Männern geführt. „Zusammen sind wir ein perfektes Team“, sagt Jonas Mirow.

Wentorf. Das Reitsportzentrum Wentorf hat sich neu aufgestellt. Seit drei Monaten haben Jonas Mirow und Pierre Iwohn den Betrieb als Pächter übernommen. Während der 41-jährige Iwohn bereits als Betriebsleiter im Reitstall beschäftigt war, ist sein Kollege Mirow ein Quereinsteiger. „Ich bin gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann und Besitzer einer Dachdeckerei“, erzählt der 25-Jährige. Sein drittes berufliches Standbein ist ein Versicherungsbüro, das er zusammen mit Iwohn betreibt. „So bin ich mit dem Reitstall in Kontakt gekommen“, erklärt Jonas Mirow. Er selbst reitet nicht aktiv, während sich Pierre Iwohn als Turnierreiter einen Namen gemacht hat. „Zusammen sind wir beide ein perfektes Team“, freut sich Mirow, dem sein zeitintensiver Job im Reitstall viel Spaß macht. Unterstützung bekommen beide von Besitzerin Dagmar Samorin.

Ein Idyll an der Lohe

Wer die weitläufige Anlage in Wentorf betritt, findet sich in einem Idyll wieder: Aus den Fensterluken der langgestreckten Ställe recken Pferde ihre Köpfe, vor der Reithalle parkt ein Trecker, auf den Außenplätzen stehen Pferde und überall duftet es nach ihnen und nach Heu. Neugierig reckt der Rassehengst Rothschild seinen glänzend-schwarzen Kopf aus der Fensterluke seiner Box, als Jonas Mirow über den Hof geht. Es gibt eine kleine Streicheleinheit für das Tier, dann geht Mirow weiter. Seit er und sein Kollege Pierre Iwohn den Betrieb übernommen haben, weht hier ein frischer Wind, es gibt viele Veränderungen. „Wir sind ein reiner Pferdepensionsbetrieb“, erklärt Jonas Mirow.

Zahl der Pensionspferde von 28 auf 49 gestiegen

Seit Anfang Dezember stieg die Zahl seiner vierbeinigen Pensionsgäste von 28 auf heute 49 Pferde. Die Tiere werden gut betreut. Eine Pferde-Osteophatin, zwei Stallhelfer und eine zusätzliche Kraft sorgen für ihr Wohl. Vier Reitlehrer – alle Freiberufler – kümmern sich um Reiter und Pferde. Aktuell betreuen sie 80 Reitschüler. Für Pferdebesitzer und Reiter ist das Reitsportzentrum ein Traum: Zu der 23.000 Quadratmeter großen Anlage gehören noch Weideland, zwei Reithallen, je ein Außenspringplatz, eine Galoppbahn und eine Voltigierhalle. Für lange Ausritte lockt die Lohe in direkter Nachbarschaft.

„Reiten ist gut fürs Selbstbewusstsein“

Claudia Amberg ist eine der Reitlehrerinnen und gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem Beruf spricht. „Reiten ist sehr wichtig für das Selbstbewusstsein, besonders für Mädchen“, weiß sie. „Wer im Sattel sitzt, lernt, wie mit dem kleinen Finger 800 Kilo delegiert werden“, erklärt Amberg. Die elf Lehrpferde werden dem Charakter des jeweiligen Schülers entsprechend ausgesucht. Was ist das besondere am Reitsport? „Reiten ist ein Gemeinschaftssport“, sagt Jonas Mirow. Er fördert das Vertrauen und die Disziplin genauso wie die Höflichkeit und den Gleichgewichtssinn. In Gemeinschaftsaktionen sorgen die Reiter dafür, dass zum Beispiel im Frühjahr die Anlage und die Ställe hergerichtet werden. Das anschließende Grillen gehört natürlich auch dazu.

Die nächsten Termine sind eine Voltigierveranstaltung am Sonntag, 17. März, und das große Hausturnier am Wochenende 30./31. März. Alle Infos unter www.reitsport zentrum-wentorf.de.