Medizinische Kooperation

Herzspezialisten schließen Bündnis

Das Reinbeker Krankenhaus St.Adolf-Stift kooperiert mit dem Universitären Herzzentrum des UKE: von links: Dr. Ali Aydin (Chefarzt der Abteilung für Kardiologie am Krankenhaus Reinbek), Professor Stefan Blankenberg (Ärztlicher Direktor des Universitären Herzzentrums), Professor Dr. Stefan Jäckle (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Reinbek), Tim Birkwald (Geschäftsführer des Universitären Herzzentrums), Björn Prestinger (Geschäftsführer des Krankenhauses Reinbek)

Das Reinbeker Krankenhaus St.Adolf-Stift kooperiert mit dem Universitären Herzzentrum des UKE: von links: Dr. Ali Aydin (Chefarzt der Abteilung für Kardiologie am Krankenhaus Reinbek), Professor Stefan Blankenberg (Ärztlicher Direktor des Universitären Herzzentrums), Professor Dr. Stefan Jäckle (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Reinbek), Tim Birkwald (Geschäftsführer des Universitären Herzzentrums), Björn Prestinger (Geschäftsführer des Krankenhauses Reinbek)

Foto: Susanne Holz

Reinbek. Patienten mit Herzproblemen sind am St. Adolf-Stift nun in noch besseren Händen. Das Reinbeker Krankenhaus kooperiert mit dem UKE.

Reinbek.  Ihre Kooperation ist eine Herzensangelegenheit – im wahrsten Sinne. Ab jetzt arbeiten Reinbeker Kardiologen des St. Adolf-Stifts eng mit den Spezialisten des Universitären Herzzentrums (UHZ) des UKE Hamburg zusammen.

Menschen mit Herz-Rhythmus-Störungen oder jene, die an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden müssen, können nun direkt in Reinbek versorgt werden. Lange Fahrten zum UKE sind nicht mehr nötig. Auch bei einem nächtlichen Notfall in Reinbek sind Kardiologen des UKE mit Spezialgeräten schnell zur Stelle.

Breitere Ausbildungsmöglichkeit für Assistenzärzte

„Unser Krankenhaus möchte die bestmögliche Medizin für die Patienten in einer zunehmend stärker besiedelten Region vor Ort anbieten“, erklärt Björn Pestinger, Geschäftsführer des St. Adolf-Stift.

Das UHZ verspricht sich von der Zusammenarbeit nicht nur eine noch bessere wohnortnahe Versorgung der Patienten im Hamburger Osten, Stormarn und Herzogtum-Lauenburg, sondern auch eine noch breitere Ausbildungsmöglichkeit ihrer Assistenzärzte sowie mehr Daten für ihre klinischen Forschungen.

Krankenhaus Reinbek stets auf aktuellem Stand

„Durch diese Verzahnung mit den Möglichkeiten einer Universitätsklinik können wir garantieren, dass in Reinbek stets auf dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Entwicklungen gearbeitet wird“, betont der ärztliche Direktor des St. Adolf-Stift, Prof. Dr. Stefan Jäckle.

Herz-Kreislauferkrankungen sind in der westlichen Welt mit Abstand die häufigste Todesursache. Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden aktuell an Herzerkrankungen. Rund 100.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einem plötzlichen Herztod.

Fast 10.000 Herzpatienten pro Jahr in Reinbek

Schon jetzt versorgt die Reinbeker Abteilung für Kardiologie unter Chefarzt Dr. Ali Aydin jährlich fast 10.000 Herzpatienten pro Jahr, 3500 stationär und 6000 ambulant. Ein Schwerpunkt ist die Implantation von Schrittmachern, Defibrillatoren und Ereignisrekordern.

Mehr als 5000 Untersuchungen von Patienten mit verengten Herzkranzgefäßen bis hin zum akuten Infarkt wurden seit 2014 in einem hochmodernen Herzkatheterlabor durchgeführt – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Das UHZ behandelt jährlich mehr als 10.000 stationäre und 18.000 ambulante Patienten der Metropolregion.

Gerät für spezielle Herzkatheteruntersuchung

„In Zusammenarbeit und engem Austausch mit unseren Reinbeker Kollegen bieten wir das gesamte Spektrum der Therapieformen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen an. Dazu gehört die EPU, eine spezielle Herzkatheteruntersuchung, mit der wir Herz-Rhythmusstörungen eingehend analysieren und auch vor Ort dauerhaft therapieren können“, erklärt Prof. Dr. Stefan Blankenberg, Ärztlicher Leiter des UHZ.

Dafür schafft das St. Adolf-Stift zum 1. April für mehr als 1,1 Million Euro eine zweite Angiografie-Anlage an, mit der Gefäße unter Röntgenkontrolle untersucht und behandelt werden können.

Eine erste Annäherung ist die Kooperation übrigens nicht. Sieben Chefärzte waren zuvor in leitender Funktion am UKE beschäftigt, viele Oberärzte kommen ebenfalls aus Forschung und Lehre.